Entwicklerflüssigkeit
Die Entwicklerflüssigkeit (auch Entwickler genannt) hat die Aufgabe, die latenten Bilder eines belichteten Filmes sichtbar zu machen. (siehe auch: Fotoemulsion)
Entwickler sind Reduktionsmittel, auf die belichtete und unbelichtete Silberhalogenidkristalle unterschiedlich reagieren. Beim Entwicklungsvorgang oxidiert der Entwickler, d.h. er gibt Elektronen ab, welche von den Silberionen aufgenommen werden. Diese werden dann zu metallischem, also sichtbarem Silber.
Diese Reaktion findet vor allem dort statt, wo Licht auf ein Silberhalogenid-Kristall gefallen ist.
Bei der anschließenden Fixierung werden die überflüssigen Reste ausgewaschen.
Bei Farbfilmen binden sich während der Entwicklung Farbkuppler an das Silber, welches dann durch das Bleichbad aus der Emulsion entfernt wird, so dass nur noch die Farbstoffe im Film enthalten sind.
Bekannte Entwickler
Schwarzweiß-Entwickler und deren Substanzen
Als Entwicklersubstanzen kommen dabei verschiedene Chemikalien zum Einsatz, deren Wahl insbesondere bei den Schwarzweiß-Filmen das Ergebnis beeinflusst. Häufig eingesetzte Reduktionsmittel sind p-Aminophenol, dass von Agfa als Rodinal vertrieben wird, Hydrochinon welches in Neofin und Kodak TMax enthalten ist, sowie p-Methylaminophenolsulfat welches ebenfalls in Neofin und Ultrafin enthalten ist. Praktisch alle Schwarzweiss-Entwickler enthalten diese oder Kombinationen aus diesen Reduktionsmitteln. Daneben enthalten die Entwickler häufig Konservierungsstoffe sowie Säuren und Basen zur Regulierung des pH-Werts. Zur Entwicklung von Schwarzweiß-Papieren werden überlicherweise dieselben Substanzen in anderer Konzentration verwendet.
Farbentwickler
Farbentwickler sind sehr komplizierte Rezepturen. Für heutige Negativ-Farbfilme wird praktisch ausschließlich der Entwicklungsprozess C-41 eingesetzt, für Diafilme der Prozess E-6 sowie für Farbpapiere der Entwicklungsprozess RA-4.
