Erbium

Erbium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Er und der Ordnungszahl 68. Der Name leitet sich von der Ortschaft Ytterby bei Stockholm ab, wie auch der von Ytterbium, Terbium und Yttrium.

Eigenschaften
Holmium - Erbium - Thulium
Er
Fm  
 
 
[Xe]4f126s2
166
68
Er
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Erbium, Er, 68
Serie Lanthanide
Gruppe, Periode, Block 3 , 6, f
Dichte, Mohshärte 9,05 g/cm3, -
Aussehen silbrig weiß
Atomar
Atommasse 167,26
Atomradius (berechnet) 175,7 pm
Kovalenter Radius 157 pm
van der Waals-Radius k. A. pm
Elektronenkonfiguration [Xe]4f126s2
Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 30, 0, 2
Oxidationszustände (Oxide) 3 (basisch)
Kristallstruktur hexagonal
Physikalisch
Aggregatzustand (Magnetismus) fest (__)
Schmelzpunkt 1795 K (1522 °C)
Siedepunkt 2783 K (2510 °C)
Molares Volumen 18,4 cm3/mol
Verdampfungswärme 292,88 kJ/mol
Schmelzwärme 17,15 kJ/mol
Dampfdruck Pa bei K
Schallgeschwindigkeit m/s bei K
Verschiedenes
Elektronegativität 1,24 (Pauling-Skala)
Spezifische Wärmekapazität 168 J/(kg · K) (bei 300 K)
Elektrische Leitfähigkeit
Wärmeleitfähigkeit 14,3 W/(m · K) (bei 300 K)
1. Ionisierungsenergie 6,1 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie - kJ/mol
3. Ionisierungsenergie - kJ/mol
4. Ionisierungsenergie - kJ/mol
Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
162Er 0,14 % 162Er ist stabil mit 94 Neutronen
163Er {syn.} 75 min ε 1,210 163Ho
164Er 1,61 % 164Er ist stabil mit 96 Neutronen
165Er {syn.} 10,36 h ε 0,376 165Ho
166Er 33,6 % 166Er ist stabil mit 98 Neutronen
167Er 22,95 % 167Er ist stabil mit 99 Neutronen
168Er 26,8 % 168Er ist stabil mit 100 Neutronen
169Er {syn.} 9,40 d β- 0,351 169Tm
170Er 14,9 % 170Er ist stabil mit 102 Neutronen
NMR-Eigenschaften
167Er
Kernspin +7/2
gamma / rad/T 7,752 · 106
Empfindlichkeit ...
Larmorfrequenz bei B = 4,7 T ... MHz
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.
Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Das silberweiß glänzende Metall der seltenen Erden schmiedbar. Es ist recht spröde.

In Luft läuft Erbium grau an, ist dann aber recht beständig. Bei höheren Temperaturen verbrennt es zum Sesquioxid Er2O3. Mit Wasser reagiert es unter Wasserstoffentwicklung zum Hydroxid.
In Mineralsäuren löst es sich unter Bildung von Wasserstoff auf.

In seinen Verbindungen liegt es in der Oxidationsstufe +3 vor, die Er3+-Kationen bilden in Wasser rosafarbene Lösungen. Feste Salze sind ebenfalls rosa gefärbt.

Abbildungen

[1] [2]

Vorkommen und Herstellung

Erbium ist ein sehr seltenes Metall (3,8 ppm).

Nach einer aufwändigen Abtrennung der anderen Erbiumbegleiter wird das Oxid mit Fluorwasserstoff zum Erbiumfluorid umgesetzt. Anschließend wird mit Calcium unter Bildung von Calciumfluorid zum metallischen Erbium reduziert. Abtrennung verbleibender Calciumreste und Verunreinigungen erfolgen in einer zusätzlichen Umschmelzung im Vakuum.

Verwendung

Erbium-dotierte Lichtwellenleiter werden für optische Verstärker verwendet, die in der Lage sind, ein über Glasfasern übertragene Lichtsignal zu verstärken, ohne es zuvor in ein elektrisches Signal zu wandeln. Gold als Wirtsmaterial dotiert mit einigen hundert ppm Erbium wird als Sensormaterial magnetischer Kalorimeter zur hochauflösenden Teilchendetektion in der Physik und Technik verwendet.

Geschichte

Erbium (für Ytterby, einer schwedischen Stadt) wurde 1843 von Carl Gustav Mosander entdeckt. Allerdings handelte es sich bei dem vermeintlich reinen Oxid um eine Mischung der Oxide aus Erbium, Scandium, Holium, Thulium und Ytterbium.
Um die spätere Aufklärung machten sich die Chemiker Delafontaine und Berlin verdient. Reines Erbiumoxid stellte 1905 der französische Chemiker Georges Urbain und der amerikanische Chemiker Charles James her.

Siehe auch

Weblinks


Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Lanthanoid Kategorie:Periode-6-Element

See also: Erbium, Aggregatzustand, Atommasse, Atomradius, Base (Chemie), Betastrahlung, Block des Periodensystems, Calciumfluorid, Carl Gustav Mosander