Erdachse
Die Erdachse ist die durch den Schwerpunkt des Erdkörpers verlaufende Rotationsachse der Erde. Ihr Schnittpunkt mit der Erdoberfläche legt den geographischen Nord- und Südpol fest. Die magnetischen Pole hängen dagegen nicht direkt mit der Lage der Erdachse zusammen.
Als Folge der Neigung von etwa 23,5 Winkelgrad gegenüber der Ekliptik, der Bahnebene der Erde, entstehen die Jahreszeiten.
Durch Präzession und Nutation verändert die Erdachse im Zeitraum von Jahrtausenden ihre räumliche Orientierung, was Auswirkungen auf die Lage des Himmelspols hat; dieser fällt gegenwärtig fast mit dem Polarstern zusammen.
Die Erdachse verschiebt sich täglich durch Massenumlagerungen im Inneren der Erde, in den Ozeanen, und in der Atmosphäre um einige Zentimeter. Die größte bisher gemessene spontane Verlagerung wurde durch ein Seebeben ausgelöst, das am 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean vor der indonesischen Insel Sumatra stattfand. Dabei verschob sich die Erdachse um etwa 8 Zentimeter.
