Erdbeeren

Erdbeeren
none|300px|Garten-ErdbeereGarten-Erdbeere (Fragaria x ananassa)
Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Erdbeeren (Fragaria)
Arten (Auswahl)
  • Garten-Erdbeere (Fragaria x ananassa)
  • Zimt-Erdbeere (Fragaria moschata)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Knack-Erdbeere (Fragaria viridis)
  • Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana)
  • Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis)

Die Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Unterfamilie Rosoideae). Es sind meist weich- oder seidenhaarige Stauden mit dickem, holzigem, fadenförmige Ausläufer treibendem Wurzelstock und grundständigen, langgestielten, meist dreizähligen Blättern. Sie tragen weiße Blüten, meist in Trugdolden an der Spitze des aufrechten, armblätterigen Schaftes, und bei der Reife saftig fleischige, eine Scheinbeere bildende Fruchtböden, die auf ihrer Oberfläche die Nüßchen als kleine Körnchen tragen. Es gibt 12 Arten in den gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel und eine Art in Chile (F. chiloensis) und mittlerweile über 1000 verschiedene Sorten.

Der Name täuscht - die Frucht der Erdbeeren, kurz Erdbeere, ist aus botanischer Sicht keine Beere, sondern zählt zu den Sammelnussfrüchten. Der rote Teil ist tatsächlich eine Scheinfrucht, während die eigentlichen Früchte der Erdbeere die kleinen gelben Nüsschen an der Oberfläche sind. Die Frucht enthält bis zu 2 Prozent Ellagsäure. Die Sammelnussfrucht erhält ihre typische rote Färbung durch die Pflanzenfarbstoffe Anthozyan und Kämpferol. Weiterhin sind in Erdbeeren die antibakteriellen und entzündungshemmenden Katechine enthalten, die Schwermetalle im Organismus binden. Erdbeeren enthalten außerdem so viel Vitamin C, dass 150g davon den Tagesbedarf decken.

Schon in der Antike kannte man die Erdbeeren - Vergil, Ovid und Plinius nannten sie "frega" oder "fregum". Im Mittelalter gab es große Flächen, auf denen die kleinen Walderdbeeren (Fragaria vesca) kultiviert wurden. Erst in der neuen Welt fand man jedoch großfrüchtigere wilde Sorten die im 18. Jahrhundert nach Europa kamen.

thumb|left|120px|Erdbeere

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Erdbeere

Um 1750 entstanden durch Kreuzungen der verschiedenen Wildformen die sogenannte Ananas-Erdbeere (Fragaria ananassa), die in Deutschland handelsübliche, großfruchtige Erdbeere, die aus wiederholten, zufälligen Kreuzungen der kleinen Scharlacherdbeere aus Amerika (Fragaria virginia) mit der großfruchtigen Chileerdbeere (Fragaria chiloensis) vor dem 19. Jahrhundert entstand - die Stammart unserer Gartenerdbeere.

Erdbeersorten werden mit unterschiedlichen Zielen gezüchtet.

Zu den ertragreichsten Erdbeersorten gehört Senga Sengana. Allerdings ist sie anfällig gegen Fäulnis.

Geringen Ertrag hat Mieze Schindler, eine sehr aromatische und wohlschmeckende, aber leider nicht transportfähige Sorte. Sie wird frisch im Garten verzehrt.

Natürliches Erdbeeraroma

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Erdbeeren

In sehr vielen Lebensmittelprodukten mit Erdbeergeschmack, wie beispielsweise Erdbeerjoghurt oder Erdbeerfrüchtetee wird aus Kosten- und Geschmacksintensivierungsgründen der Geschmack durch beigemischte Aromen erzeugt, die zum Beispiel aus Sägespänen gewonnen und nach dem Lebensmittelgesetz als natürliche Aromen bezeichnet werden dürfen. Die Farbe wird durch einen Farbstoff erzeugt, und Erdbeeren oder gar nur Erdbeerfruchtzubereitungen, eine Fruchtmischung mit kleinem Anteil Erdbeeren, werden quasi als Alibi zur Namensgebung beigemischt.

Erdbeeraroma kann auch als Extrakt aus Erdbeerfrüchten gewonnen werden. Allerdings würde die gesamte Erdbeerernte den Bedarf an Erdbeeraromastoffen nicht decken können.

Literatur

Weblinks

20px WikiCommons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema Strawberry
20px|Wiktionary Wiktionary: Weiteres zur Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen von Erdbeere


Kategorie:Rosengewächse Kategorie:Obst Kategorie:Heilpflanze

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