Erfahrungskurve
Die Erfahrungskurve oder Lernkurve ist ein betriebswirtschaftliches Konzept, welches erstmals 1925 im US-amerikanischen Flugzeugbau entdeckt wurde.
Das Konzept besagt, dass die realen Stückkosten konstant sinken, wenn sich die kumulierte Produktionsmenge (=Ausbringungsmenge) erhöht. Typischerweise sinken die Kosten um 20-30% bei einer Verdoppelung der kumulierten Outputmenge. Dieses Konzept besagt damit, dass es vorteilhaft ist, möglichst schnell große Marktanteile zu gewinnen, um durch hohen Output die internen Kosten senken zu können und dadurch Wettbewerbsvorteile zu erlangen.
Der Ausbau dieses Konzept wurde in den 70er Jahren durch die Boston Consulting Group betrieben, welche es als strategisches Marketinginstrument vermarktete.
Zum Erfahrungskurveneffekt tragen hauptsächlich zwei Effekte bei:
1. Dynamischer Effekt
- hier unterscheidet man den Lerneffekt und den technischen Fortschritt.
2. Statischer Effekt
- Hierbei sind Fixkostendegression und Betriebsgrößendegression (Skaleneffekte und economies of scope) zu betrachten
Lern- und Erfahrungskurven sind keine planbaren Kostenverläufe, sondern
- ex ante vermutete Potentiale, die jedoch erst noch realisiert werden müssen
- ex post häufig beobachtete Kostenreduzierungen
- Siehe auch: Lernkurve
