Erfrierung
Unter einer Erfrierung - lat. Congelatio - versteht man eine Schädigung des Gewebes durch Kälteeinwirkung.
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Erkennen
Erfrierungen werden je nach Schwere in vier Grade eingeteilt wird:
- Erfrierung 1. Grades: blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen
- Erfrierung 2. Grades: blau-rote Hautfarbe, Blasenbildung
- Erfrierung 3. Grades: beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes
- Erfrierung 4. Grades: totale Vereisung
Oberflächliche Erfrierung
- „Frost“ in Händen und Füßen
- Gefühl zu kleiner Schuhe
- Gelegentlich blaurote Flecken
Tiefergehende Erfrierung
Erfrorene Körperteile sind zunächst weiß-grau, weich und schmerzhaft. Später sind sie hart und gefühllos bis zur Brüchigkeit. Die Grenze zwischen erfrorenem und gesundem Körpergewebe ist nicht deutlich erkennbar
Maßnahmen
Erfrierungen haben eine ähnliche Wirkung wie Verbrennungen - siehe dazu auch Verbrennung (Erste Hilfe). Sie gehen außerdem naturgemäß häufig mit einer Unterkühlung einher, daher bitte auch die bei Unterkühlung (Medizin) angegebenen Maßnahmen beachten.
Spezielle Maßnahmen bei Erfrierungen:
Oberflächliche Erfrierung
- Eng anliegende Kleidung und Schuhe öffnen
- Erfrorene Körperteile durch Körperwärme erwärmen, z.B. Hände, wenn möglich in der Achselhöhle
- Betroffenen auffordern Gliedmaßen zu bewegen
- Körper durch zusätzliche Kleidung und Decken erwärmen
- Erneute Kälteeinwirkung vermeiden
- Heiße, gezuckerte Getränke zu trinken geben
- Blasen nicht öffnen, keimfreie Wundbedeckung, dabei Druck vermeiden
- Evtl. Notruf
Tiefergehende Erfrierung
- Notruf
- Erfrorene Körperteile nicht bewegen und nicht aufwärmen
- Körper mit zusätzlicher Kleidung und Decken erwärmen
- Erneute Kälteeinwirkung vermeiden
- Heiße, gezuckerte Getränke zu trinken geben (keinen Alkohol!)
- Blasen nicht öffnen, keimfreie Wundabdeckung, dabei Druck vermeiden
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
