Erfurter Fürstenkongress

Der Erfurter Fürstenkongress (auch Erfurter Kongress oder Erfurter Fürstentag) wurde von Napoléon Bonaparte vom 27. September bis zum 6. Oktober 1808 in Erfurt einberufen. Auf ihm hatte er die Fürsten des Rheinbundes zur Demonstration seiner Macht versammelt. Zu diesem Zeitpunkt war Erfurt als französische Enklave in Thüringen direkt dem französischen Kaiser unterstellt.

Am Rande des Kongresses traf er auch den russischen Zaren Alexander I.. Das Treffen fand zum Teil im Erfurter Universitätsballhaus statt. Dieses wurde 1833 im klassizistischen Stil umgebaut und in Erinnerung an den Kongress in Kaisersaal umbenannt.

Außerdem empfing Napoléon am 2. Oktober Johann Wolfgang Goethe in einer Audienz. Dabei verlieh er diesem das Kreuz der Ehrenlegion. Napoléon kommentierte die Begegnung mit dem legendären Ausspruch Voilà un homme! (sinngemäß ungefähr Das ist ein Mann!). Milan Kundera beschreibt dieses Treffen ironisierend in dem Buch Die Unsterblichkeit.

Das wichtigste Ergebnis dieses Kongresses war die Unterzeichnung eines Bündnisvertrags zwischen Napoléon und Alexander am 12. Oktober, der jedoch nicht eingehalten wurde.

See also: Erfurter Fürstenkongress, 1808, Alexander I. (Russland), Ehrenlegion, Erfurt, Johann Wolfgang von Goethe, Kaiser, Klassizismus, Milan Kundera, Napoléon Bonaparte