Erich Mix
Erich Mix (* 27. Juni 1898 in Glabunka (Westpreußen), † 9. April 1971 in Wiesbaden) war ein deutscher Politiker (NSDAP, später FDP).
| Inhaltsverzeichnis |
Leben und Beruf
Volksschule (1904 bis 1908) und seit 1908 Humanistisches Gymnasium Preußisch Stargard, November 1916 Notabitur. 20. November 1916 bis 13. Dezember 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Infanterist und Jagdflieger, zuletzt Leutnant. Während des Ersten Weltkriegs fing er als Infanterist an, um sich dann als Kampflieger ausbilden zu lassen. Er erzielte drei Abschüsse, für die er das Eiserne Kreuz beider Klassen bekam.
1919 -1921 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin und Greifswald, 1921 Promotion mit einer Dissertation über "Die staatliche Aufsicht im Auswanderungswesen". 1921 bis 1922 Referendar beim Amtsgericht Greifswald, dann Regierungsreferendar in Stettin, 1923 Vertretung von durch die Besatzung ausgewiesenen Beamten im Ruhrgebiet, August 1923 selbst ausgewiesen, 1924-1925 beim Landratsamt des Kreises Greifenhagen, 1925 bei den Regierungen Stettin und Stralsund, 1925-1927 beim Bezirksausschuss in Frankfurt a.O., 1927-1931 besoldeter Stadtrat in Mühlhausen (Thür.), 1931-1933 Erster Beigeordneter in Stolp (Pommern), 1933-1934 in Stettin. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging er wieder zur Luftwaffe. Es ist nicht feststellbar, ob aus heroischer Einstellung, oder weil er unzufrieden mit den Verhältnissen in Wiesbaden war. Während er bis zum Oberst aufstieg und als Kampfflieger weitere 13 gegnerische Flugzeuge abschoss, blieb er offiziell bis 1945 Oberbürgermeister und leitete im Gau Hessen-Nassau 1939-1943 gar das Amt für Kommunalpolitik.
Mai 1945 bis März 1946 Kriegsgefangenschaft und Internierung, 1949-1954 Gutachter-Tätigkeit (freier Mitarbeiter) u.a. beim Rechtsamt der Stadt Wiesbaden.
Partei
Seit 1. Oktober 1932 war Dr. Mix Mitglied der NSDAP, Juni 1933 Kreis- und Januar 1934 Gaurichter der NSDAP, ab Oktober 1934 Kreisamtsleiter der NSDAP in Tilsit, später in Wiesbaden. Am 1. November 1933 trat Dr. Mix in die SS, 6. April 1934 Austritt, am 20. April 1939 Wiedereintritt und SS-Obersturmbannführer, ab 1. April 1944 SS-Standartenführer.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er Mitglied der FDP.
Abgeordneter
Von 1952 bis 1954 war Dr. Mix Mitglied der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung, 1953/54 als Stadtverordnetenvorsteher.
Von 1958 bis 1966 war er Mitglied des Hessischen Landtags, dort war er 1960 bis 1962 Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und 1962 bis 1966 Vizepräsident des Landtags.
Öffentliche Ämter
1934 bis 1937 war Dr. Mix Oberbürgermeister von Tilsit, seit dem 1. April 1937 dann Oberbürgermeister von Wiesbaden (formal bis 1945, seit 1939 zur Wehrmacht beurlaubt).
Vom 25. Februar 1954 bis zum 25. Februar 1960 war er erneut Oberbürgermeister von Wiesbaden. Damit war er wohl der einzige Politiker, der im Dritten Reich genauso wie in der neuen Bundesrepublik Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt war.
Ehrenbürger
Zeitweise war Dr. Mix Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes und im Vorstand des Hessischen Städteverbandes.
Mix, Erich Mix, Erich Mix, Erich Mix, Erich Mix, Erich
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mix, Erich |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Ostpreußischer und hessischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 1898 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1971 |
| STERBEORT | |
