Ernst Benda

Ernst Benda (* 15. Januar 1925 in Berlin) ist ein deutscher Jurist und Politiker (CDU).

1943 bis 1945 war Benda Angehöriger des Schnellbooteinsatzes in der Kriegsmarine.

Benda begann seine akademische Ausbildung nach Kriegsende mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität und war dort Mitglied des letzten frei gewählten Studentenrates. Im Frühjahr 1948 schied Benda wegen des Hochschulkonflikts aus der Humboldt-Universität aus, studierte in Madison/USA weiter und setzte sein Studium nach Gründung der Freien Universität Berlin an dieser fort. Das 2. Staatsexamen in legte er 1955 ab und ließ sich 1956 als Rechtsanwalt nieder.

1946 trat er in die CDU ein, er war Vorsitzender der Hochschulgruppe und der Jungen Union Berlin. 1951 zählte er zu den Gründern des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), dem er 1951 bis 1952 gemeinsam mit Fritz Flick vorstand. Später war er Bezirksverordneter des Berliner Bezirks Spandau von 1951 bis 1954 und von 1955 bis 1957 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Außerdem in der Zeit von 1952 bis 1954 Vorsitzender der Jungen Union in Westberlin. 1957 wechselte er als Abgeordneter in den Bundestag nach Bonn. 1966 fungierte er als Präsident des Notparlaments bei der Stabsübung "Fallex 66" 1967 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, 1968-1969 Innenminister im Kabinett Kurt Georg Kiesinger und wurde vom Bundeskanzler zur Durchführung der Anordnung von Überwachungsmaßnahmen nach dem “Gesetz über die Post- und Telefonkontrolle" ermächtigt, und ab 1969 Mitglied des fünfköpfigen Bundestagsabgeordneten-Gremiums für die Zustimmung zu geheimdienstlichen Globalkontrollen nach dem “Gesetz über die Post- und Telefonkontrolle".

1970 war er wiederum Mitglied des Notparlamentes der Bundesrepublik und des Vertrauensmännerausschusses des Bundestags für die Geheimdienstzweige (BND, Verfassungsschutz, MAD).

Im November 1971 wurde er zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gewählt, welches Amt er bis 20. Dezember 1983, zugleich als Vorsitzender des ersten Senats des Gerichts, ausübte.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt wurde Benda 1984 zum Ordinarius an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen.

Weiterhin war er Präsident der “Deutsch-Israelischen Gesellschaft".


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Personendaten
Benda, Ernst
Deutscher Jurist und Politiker
15. Januar 1925

See also: Ernst Benda, 15. Januar, 1925, 1943, 1945, 1946, 1948