Ernst Julius Öpik

Ernst Julius Öpik (* 23. Oktober 1893 in Port Kunda, Estland; † 10. September 1985 in Bangor, Nordirland) war ein Astronom.

Nach seinem Studium an der Moscow Imperial University und vier Jahren am Moskauer Observatorium wurde Ernst Öpik Direktor der astronomischen Abteilung in Tashkent. Nach der Okkupation Estlands durch die UdSSR emigrierte Öpik zuerst nach Hamburg und 1948 nach Irland, dort arbeitete er bis 1981 am Armagh Observatorium. Von 1950 bis 1981 war Öpik der Herausgeber des Irischen Astronomischen Journals.

Ernst Öpik war einer der herausragenden Astrophysiker seiner Generation mit einer Reihe von herausragenden Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Physik, u.a. die erste Berechnung der Dichte eines weißen Zwergs (1915), die erste Entfernungsbestimmung eines extragalaktischen Objekts (1922, Andromedanebel), die Vorhersage einer Wolke von Kometenkernen in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems (1932, später Oortsche Wolke genannt), die ersten theoretischen Modelle von Zwergsternen und ihre Entwicklung zu Riesensternen (1938) und eine neue Theorie über die Entstehung von Eiszeiten (1952).

Ernst Öpik hat viel zu unserem Verständnis der kleineren Körper in unserem Sonnensystem beigetragen. Um seine Arbeiten zu ehren, wurde der Kleinplanet (2099) Öpik nach ihm benannt.

Weblinks

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Personendaten
Öpik, Ernst Julius
Astronom
23. Oktober 1893
Port Kunda, Estland
10. September 1985
Bangor, Nordirland

See also: Ernst Julius Öpik, 10. September, 1893, 1915, 1922, 1932, 1938, 1948, 1950