Ertrinken
Das Ertrinken ist der Tod durch Einatmen von Flüssigkeiten und eine spezielle Form der Asphyxie, welche eine Unterform des äußeren Erstickens ist. Ertrinken gehört bei Kleinkindern zu den häufigsten Todesursachen.
Das Einatmen kleiner Wassermengen führt zu starkem Husten und zu einem Stimmritzenkrampf, der das weitere Eindringen von Wasser in die Lunge verhindert. Durch den Sauerstoffmangel (die Hypoxie) kommt es zur Bewusstlosigkeit (trockenes Ertrinken). Durch die abnehmende Muskelspannung löst sich schließlich der Stimmritzenkrampf, so dass langsam Wasser in die Lunge eindringt (feuchtes Ertrinken). In dieser Phase bestehen nur noch geringe Überlebensschancen.
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Ursachen
Das Ertrinken ist häufig eine Folge von Bade- oder Tauchunfällen. Seltener kommt es auch bei Verkehrsunfällen, Herabfallen von einem Boot u. ä. vor.
Rettung Ertrinkender
Gefahren
Die Gefahren liegen in der möglichen Bewußtseins- und Atemstörung. Es kann bei jeder Art des Beinahe-Ertrinkens zu einem späteren Lungenödem kommen (bis zu 24 Stunden danach).
Sofortmaßnahmen
Falls eine Person zu ertrinken droht, sollte zunächst versucht werden, den Patienten unter Beachtung des Eigenschutzes zu retten! Eventuell sind Fachkräfte (z.B. der DLRG oder der Wasserwacht) hinzuzuziehen. Nicht den Patienten retten, solange er in Panik ist - er kann beide unter Wasser ziehen! Ferner sollte der Notruf veranlasst werden.
Nachdem der Patient in Sicherheit ist, sollte er bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn Atemstörungen bzw. Atemstillstand auftreten, soll die Atmung unterstützt werden bzw. der Patient ist zu beatmen. Sämtliche Maßnahmen (auf den Kopf stellen, u. ä.) zum Entfernen von Wasser aus der Lunge sind zu unterlassen! Es sind Maßnahmen zu treffen, um die Unterkühlung des Patienten zu vermeiden (Decken etc.). Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ist der Patient zu betreuen.
Maßnahmen durch den Rettungsdienst
- Überdruckbeatmung und Intubation
- ggf. Infusionstherapie
Therapie im Krankenhaus
- Überwachung und ggf. Diuretikum-Therapie
Prävention
Es existieren eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen und Verhaltensregeln, deren Befolgung die Gefahr des Ertrinkens deutlich einschränkt. Dazu gehören vor allem:
- Kinder nicht alleine schwimmen lassen!
- Bei Bootsfahrten, etc. Schwimmwesten tragen!
- Nicht leichtsinnig über Eis gehen!
- Unbekannte Gewässer meiden!
- Erst recht Kopfsprünge in unbekannte oder auch niedrige Gewässer vermeiden!
- Bei hoher Lufttemperatur nicht ohne vorheriger Abkühlung ins Wasser springen!
- Nach einer Mahlzeit einige Zeit verstreichen lassen, bevor man ins Wasser zum Schwimmen geht!
Die Erklärung für diese letztere Maßnahme ist eine plötzlich auftretende Blutleere und damit Ohnmacht im Kopf. Da der Magen für die Verdaung bereits Energien abzieht, würde eine zusätzliche Kühlung des Körpers weiteres Blut zur Erwärmung benötigen. Eine Bewusslosigkeit könnte die Folge sein.
Weblinks
- DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
- DRK-Wasserwacht
- DGzRS - Deutsche Gesellschaft Zur Rettung Schiffbrüchiger
- http://www.blausand.de/ Organisation für mehr Badesicherheit in Europa
Siehe auch:
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