Erweiterungskarte
Durch Erweiterungskarten wird es einem Computer ermöglicht, mehr Funktionen zu unterstützen, als er ursprünglich bietet. Es gibt viele verschiedene Erweiterungskarten und Anschlusse/Steckplätze dafür.
Steckplätze
- AGP wird ausschließlich für Grafikkarten verwendet.
- Für PCI-Steckplätze gibt es das größte Angebot, vom Modem über die Soundkarte bis zum RAID-Controller gibt es praktisch alles. Es gibt 3 verschiedene Versionen des PCI-Steckplatzes: Die "normalen" 32-Bit-Steckplätze, 64-Bit-Steckplätze (hauptsächlich Bei Dual-Prozessor-Platinen für Server zu finden) und die neuen PCI-Express-Schnittstelle, dazu aber später mehr.
- ISA war bis ca. 1998 in verschiedenen Versionen im Einsatz und bot (ähnlich PCI) allen möglichen Funktionen Platz.
- EISA war die Weiterentwicklung des ISA Steckplatzes mit 32 Bit. Es konnten in einen EISA-Steckplatz auch ISA-Karten eingesetzt werden.
- VLB war eine andere Erweiterung des ISA Steckplatzes, die aber bald durch den PCI-Bus verdrängt wurde.
- MCA hat ebenfalls 32 Bit. Er wurde hauptsächlich in Server-Systemen eingesetzt.
- Über USB lassen sich auch z.B. Festplatten, Soundkarten oder Modems anschließen. Allerdings sind das dann keine Erweiterungskarten im eigentlichen Sinne, da sie sich nicht im PC-Gehäuse befinden, erfüllen aber den selben Zweck.
- PCI-Express Der neueste Steckplatz-Standard. Er wird im Laufe das Jahres 2004 den AG-Port ablösen und bis Mitte 2005 wohl auch PCI. Im neuen Gehäuseformfaktor BTX-Format ist für Grafikkarten nur PCI Express festgelegt, und für herkömmliche PCI-Karten eine kurze Übergangszeit, damit nicht alles neu gekauft werden muss. Es gibt zunächst zwei Versionen: PCI Express x16 nur für Grafikkarten, ungefähr so schnell wie AGP16x, wenn es das geben würde. Und PCI Express x1 für alle anderen Erweiterungskarten.
- Audio Modem Riser ist eine kostengünstige Variante, Audio- und Modemfunktionen zur Verfügung zustellen. Oft wird diese Variante bei OEM-Herstellern verwendet.
Einige Erweiterungskarten sollte jeder Computer besitzen, zum Beispiel Grafikkarte, Soundkarte oder eine Netzwerkkarte. Bei aktuellen Mainboards sind einige Erweiterungskarten bereits im Mainboardchipsatz integriert, es muss also keine Erweiterungskarte eingesetzt werden. Der Einsatz einer Erweiterungskarte ist aber fast problemlos möglich, wenn eine Erweiterungskarte mehr Möglichkeiten bietet als einen On-Board Lösung.
Weit verbreitete On-Board Lösungen sind: Sound (teilweise bis zu 6Kanal), Grafik, Netzwerk (teilweise GigaBit) und RAID-Controller.
