Es war einmal in Amerika
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Es war einmal in Amerika ist der letzte Film von Sergio Leone. Er stammt aus dem Jahre 1984 und ist ein episches Meisterwerk über jüdische Gangster in der amerikanischen Gesellschaft der Prohibitionszeit.
Er gilt als dritter Teil der Es war einmal-Trilogie von Sergio Leone. Die ersten beiden Teile heißen Spiel mir das Lied vom Tod (die richtige Titelübersetzung lautet Es war einmal im Westen) und Todesmelodie (der Originaltitel lautet zwar übersetzt Runter mit dem Kopf!, war aber als Es war einmal… die Revolution! geplant gewesen).
Handlung
In den 1920er Jahren beginnen Noodles (Robert de Niro) und sein Freund Max im Jugendalter ihre Gangsterkarriere. Mit der Zeit wird aus ihrer kleinen Gang eine professionelle, aus vielen Personen bestehende Gangsterbande, der sich Max (James Woods) eines Tages entledigen will, um alleiniger Besitzer der Gewinne zu werden. Er inszeniert seinen eigenen Tod, um Noodles zu täuschen und fortan eigene Wege gehen zu können. Bei dem Komplott sterben zwei Mitglieder der Gang.
Der Film ist geschickt in drei Epochen eingeteilt:
- Jugend in den 1920er Jahren (Gründung der Gangsterbande)
- Erwachsene in den 1930er Jahren (Höhepunkt des Erfolges und Ende der Gang)
- Alter in den 1960er Jahren (Erinnerungen)
Die Jugendgang um Noodles und Max arbeitet für Alkoholschmuggler während der Prohibition. Zunächst hatten sie sich mit Diebstählen durchgeschlagen, aber mit einer cleveren Idee bekommen sie Zugang zum großen Geschäft mit dem Alkohol. Ihnen war aufgefallen, dass die per Schiff gelieferten Alkoholkisten oftmals bei Razzien über Bord geworfen wurden und für immer im Fluß verschwanden. Durch einen Trick mit Salzballons, die an den Kisten befestigt werden, kommen die Fässer wieder an die Wasseroberfläche und können Stunden nach der Razzia, nachdem das Salz sich aufgelöst hat, wieder eingesammelt werden. So kommen die Jungs zu erstem Reichtum und sie sammeln in Geld in einem Schließfach am Bahnhof. Bei einer Auseinandersetzung mit einem gegnerischen Gagnster wird einer der Jungen erschossen und Noodles ersticht daraufhin einen eingreifenden Polizisten. Die Jugend endet mit einem langjährigen Gefängnisaufenthalt von Noodles.
Als Erwachsener wird Noodles nach seiner Entlassung von seinem Freund Max aus dem Gefängnis abgeholt. Die Prohibitionszeit geht ihrem Ende zu. Die Gang ist reich geworden und bemüht sich nun um andere Geschäftsideen. Max schmiedet einen Komplott gegen Noodles. Er täuscht ein Massaker vor, bei dem angeblich er und seine Freunde ums Leben kommen. Noodles gibt sich selbst die Schuld am Tod der Freunde und verschwindet.
Der alte Noodles kehrt an den Ort seiner Jugend zurück. Er trifft nur Fat Moe wieder und wird von einem reichen Staatssekretär zu einem Fest eingeladen. Dieser ist in einem politischen Skandal verstrickt und stellt sich zum Schluss als Max heraus. Noodles erkennt, dass er von Max betrogen wurde.
Diese drei Zeitebenen werden außerdem verbunden durch die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Deborah (Jennifer Connelly, später Elizabeth McGovern) und Noodles. Noodles verliebt sich bereits als Junge in Deborah, die er während ihrer Balletübungen beobachtet. Später nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis bemüht er sich weiter um sie, doch nach einem nächtlichen Rendezvous vergewaltigt er sie und es kommt zum Bruch. Der alte Noodles trifft sie dann nach Jahrzehnten wieder. Sie ist mittlerweile eine erfolgreiche Schauspielerin, unverheiratet, aber hat seit Jahren eine Beziehung und einen Sohn mit Senator Bailey (Max).
Preise
Sergio Leone war 1985 in der Kategorie Bester Regisseur für den Golden Globe nominiert, Ennio Morricone in der Kategorie Beste Musik.
