Esmeraldas (Provinz)
Die Provinz Esmeraldas (span. Provincia de Esmeraldas) ist eine Provinz in Ecuador. In ihr leben auf 15.200 km² etwa 450.000 Menschen. Die Provinzhauptstadt heißt ebenfalls Esmeraldas. Die Provinz durchfliesst der wasserreiche Río Esmeraldas. Esmeraldas ist das spanische Wort für Smaragde.
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Lage und Geographie
Die Provinz Esmeraldas liegt im Nordwesten Ecuadors. Sie grenzt im Westen an den Pazifischen Ozean, im Norden an Kolumbien (Departamento de Nariño), im Osten an die Provinzen Carchi und Imbabura und im Süden an die Provinzen Pichincha und Manabí.
Das Klima in Esmeraldas ist tropisch mit intensivem Sonnenschein und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Provinz ist bekannt für ihre Strände, beispielsweise in Atacames, Súa und auf der Halbinsel Muisne. Die örtliche Küche ist dementsprechend durch eine große Reichhaltigkeit an Früchten und Hülsenfrüchten sowie durch Fischgerichte geprägt. In Esmeraldas wird zudem der weltweit qualitativ hochwertigste Kakao angebaut, der jedoch aufgrund der Armut der Bauern häufig zu früh geerntet werden muss. Auch Mangrovensümpfe, die durch quasi-industrielle Garnelenzucht in ihrer Erhaltung gefährdet sind, finden sich in der Provinz.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Hauptstadt Esmeraldas bzw. der benachbarte Puerto Balao sind wichtige Hafenstädte, insbesondere für den Export des im ecuadorianischen Teil desAmazonastieflandes geförderten Erdöls. Puerto Balao ist der Endpunkt der 503 km langen Pipeline Oleoducto de Crudos Pesados (OCP), die in Nueva Loja (Sucumbíos) beginnt. Bei Esmeraldas befindet sich auch eine große Erdölraffinerieanlage. Ferner verfügt Esmeraldas über einen semi-internationalen Flughafen, von dem aus eine Flugverbindung nach Cali in Kolumbien besteht. Von Ibarra (Provinz Imbabura) in die esmeraldenische Hafenstadt San Lorenzo verkehrt(e) ein Schienenbus (autoferro), dessen Streckenverlauf auch durch tropische Wälder verläuft.
Bevölkerung
Esmeraldas ist die Provinz mit dem höchsten Bevölkerungsanteil an Afro-Ecuadorianern. Ihre Vorfahren gelangten vermutlich als Schiffbrüchige aus Sklaventransporten schwimmend an Land und siedelten im seinerzeit weitgehend unerschlossenen Gebiet. Neben ihnen und dem Bevölkerungsanteil von Mestizen bildet ein Teil der Provinz den Siedlungsraum der indigenen Volksgruppe der Cayapa.
Geschichte
Die Provinz Esmeraldas existierte bereits zu Kolonialzeiten als Verwaltungseinheit. Am 5. August 1820 wurde sie für unabhängig erklärt, gehörte dann zunächst zu Großkolumbien und dann zu Ecuador.
Kantone
Die Provinz Esmeraldas ist derzeit in sieben Kantone eingeteilt. Diese sind (in der Reihenfolge ihrer Einrichtung):
- Esmeraldas (eingerichtet 1824, Hauptstadt: Esmeraldas)
- Eloy Alfaro (eingerichtet 1941, Hauptstadt: Valdéz, besser bekannt als Limones; Eloy Alfaro war ecuadorianischer Staatspräsident, auch der Kanton Durán der Provinz Guayas trägt auch den Namen Eloy Alfaros.)
- Quinindé (eingerichtet 1967, Hauptstadt: Rosa Zárate)
- San Lorenzo (eingerichtet 1978; Hauptstadt: San Lorenzo)
- Atacames (Einrichtungsjahr bisher nicht ermittelt; Hauptstadt: Atacames)
- Muisne (Einrichtungsjahr bisher nicht ermittelt; Hauptstadt: Muisne)
- Río Verde (Einrichtungsjahr bisher nicht ermittelt; Hauptstadt: Rioverde)
Mit der Provinz Pichincha bestehen Streitigkeiten um ein Grenzgebiet um den Ort La Concordia, das nach Forderungen der einen als Kanton der Provinz Esmeraldas angeschlossen, nach Forderungen der anderen bei Pichincha verbleiben soll.
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Esmeraldas
