Esztergom
thumb|250px|Basilika in Esztergom Esztergom [ˈɛstɛrgom] (deutsch Gran, slowakisch Ostrihom) ist eine Stadt in Nordungarn (Komitat Komárom-Esztergom), an der Donau gelegen. Die Donau bildet hier die Grenze zur Slowakei, wo die Schwesterstadt Štúrovo (ungarisch Párkány, deutsch Parkan) liegt. Die Stadt hat etwa 30.000 Einwohner. Sie wird beherrscht von der riesigen klassizistischen Basilika, die weit sichtbar auf dem Burgberg steht, dem drittgrößten Kirchenbau Europas.
Esztergom ist eine der ältesten Städte Ungarns. Bereits zur Zeit der Römer gab es hier eine befestigte Siedlung. Hier wurde 1001 Stephan I. zum König gekrönt. Unter der Dynastie der Árpáden hatte Esztergom die Hauptstadtfunktion inne, später war es kirchliches Zentrum. Der Erzbischof von Esztergom trug den Titel Primas von Ungarn.
Die Donaubrücke wurde im Zweiten Weltkrieg gesprengt. Bis 2001 war sie nicht passierbar. Zwischen Štúrovo und Esztergom verkehrten Fährschiffe. 2000 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der 2001 abgeschlossen wurde. Die Brücke dient jetzt wieder als regionaler Grenzübergang. Sie ist eine von drei Brücken über die Donau zwischen der Grenze zu Österreich und Budapest.
1993 hat die japanische Suzuki Motor Corporation ein ungarisches Tochterunternehmen (Magyar Suzuki Corp.) gegründet und in Estzergom ein Zweigwerk zur Produktion von Kleinwagen errichtet.
