Ethnische Gruppen der USA

Als traditionelles Einwanderungsland sind die Vereinigten Staaten nicht nur ein Vielvölker-, sondern auch ein "Viel-Ethnien-Staat".

Zu den ethnischen Gruppen der USA zählen


Religionen


Einordnung nach Herkunftsländern:

Die am stärksten zunehmende ethnische Gruppe ist die der Latinos, die bald die Schwarzen als stärkste ethnische Minderheit ablösen wird.

Die Vermischung der Ethnien findet in den USA noch immer relativ weniger statt, als in Brasilien, England, Kanada oder Frankreich. Die ethnischen Gruppen bilden eigene und getrennte Subkulturen, die sich auch in den Musikstilen (Rap, Latin, Folk)und Moden ausbilden.

Literatur, Politik und Film: Das Spiel mit den Ethnien

In der amerikanischen Literatur und im Film spielen traditionell die Ethnien eine zentrale Rolle im multikulturellen Selbstverständnis. Überzeichnung und Karikatur bilden den kulturellen Nährboden für die Integration der Ethnien, so etwa im Klassiker "Der Pate" für die Italiener oder jüngst in Komödien wie "My Fat Greek Wedding" für die Griechen oder die Serie "Die Nanny" für die Briten. Erstaunlicherweise sind die US-Bürger deutscher Abstammung nie Gegenstand der US-Komödie geworden, wohingegen insbesondere Italiener, Schwarze, Latinos und Iren Stammgäste in jeder echten Comedy sind. Besondere Beachtung fand die Bemerkung von George W. Bush über seinen Wahlkampfgegner John Kerry in Anspielung auf dessen "französische" Ader: "Good Evening, oder Bonsoir, wie John Kerry zu sagen pflegt."

Extreme soziale Unterschiede

Seit der Däne Jacob Holdt 1983 seine erschütternden "Bilder aus Amerika" veröffentlichte, sind Armut, Krankheit und Hunger in vielen ethnischen Gruppen noch immer weitverbreitet. Michael Moore überraschte mit der Nachricht, dass kein einziger Kongreßabgeordneter und Senator einen Sohn im Irakkrieg kämpfen lässt. Das statistisch hohe amerikanische Durchschnittseinkommen, daß sogar über dem deutschen liegt, ist extrem ungleich verteilt. Dennoch lebt die USA kulturell und wirtschaftlich vom American Dream, nach dem jeder vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann. Schwarze Superstars wie Oprah Winfrey, Condoleezza Rice, Michael Jordan und Bill Cosby sind in die amerikanische Oberschicht aufgestiegen. Der American Dream, der in der Formel von Frank Sinatra "It's up to you" noch immer höchst lebendig ist, läßt jedoch mit seiner Durchlässigkeit die sozialen Unterschiede erträglicher erscheinen, als in unseren undurchlässigen Erben- und Interessengruppengesellschaften.

See also: Ethnische Gruppen der USA, Afroamerikaner, American Dream, Asiaten, Bill Cosby, Condoleezza Rice, Der Pate, Deutschamerikaner, Frank Sinatra, George W. Bush