Eugen Gutmann

Eugen Gutmann (* 24. Juni 1840 in Dresden, † 21. August 1925 in Berlin) war ein deutscher Bankier.

Auf seinen Rat hin wandelte die Familie Kaskel 1872 ihre Privatbank in eine Aktiengesellschaft, die Dresdner Bank, um. Gutmann, der seither als Gründer des Instituts gilt, war von 1872-1920 Vorstandsvorsitzender der Bank, anschließend bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Er war 1905 ebenfalls Mitgründer der Deutschen Orientbank und der Deutsch-Südamerikanischen Bank. Gutmann führte das Konzept der Filialbank in Deutschland ein und erreicht so ein schnelles Wachstum der Dresdner Bank.

Er war involviert in die Finanzierung der deutschen Schwerindustrie, u.a. als Aufsichtsrat der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, der Saar- und Mosel-Bergwerks-Gesellschaft und der Deutsch-Österreichischen Bergwerks-Gesellschaft. Durch den Aufkauf von Aktien der Zeche Hibernia für die preußische Regierung in der sog. Hibernia-Affäre verspielte er sich allerdings Reputation bei den führenden Ruhrindustriellen wie August Thyssen und Hugo Stinnes, da er für die Verstaatlichung von Zechen arbeitete.

2002 gründete die Dresdner Bank die Eugen-Gutmann-Gesellschaft, deren Ziel die Erarbeitung und Bewahrung der Geschichte der Dresdner Bank ist.

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Personendaten
Gutmann, Eugen
deutscher Bankier
24. Juni 1840
Dresden
21. August 1925
Berlin

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