Eugène Ysaye

framed|Eugène Ysaye Eugène Ysaÿe (* 16. Juli 1858 in Lüttich (Liège) † 12. Mai 1931 in Brüssel) war ein belgischer Komponist und bekannter Violinist.

Biografie

Ersten Unterricht erhielt er mit 5 Jahren von seinem Vater. Mit 7 Jahren studierte Ysaÿe am Konservatorium in Lüttich wo er nach vier Jahren wegen Kritik am Unterricht ausgeschlossen wird. Henri Vieuxtemps nimmt sich des Knaben an, arbeitet mit ihm und erreicht außerdem die Wiederaufnahme am Konservatorium. Von jetzt an wird er von Rodolphe Massart unterrichtet und erhält mit 15 Jahren das Abschlußdiplom. Durch Vieuxtemps Vermittlung erhält er anschließend ein Stipendium in Paris, nach seiner Rückkehr 1873 studiert er in Brüssel bei Henryk Wieniawski. Der Geiger Joseph Joachim führte ihn 1879 in das Kölner Musikleben ein, wo er mit Clara Schumann die c-moll-Sonate von Ludwig van Beethoven aufführte. 1880 wurde er Konzertmeister des Orchesters von Benjamin Bilse in Berlin. Ab 1881 unternahm er Reisen als Solist unter anderem nach Norwegen und Paris, hier schloss er Freundschaft mit dem aus seiner näheren Heimat stammenden César Franck (1822-1890), welcher seine berühmte Violinsonate für Ysaÿe komponierte. Francks Schüler Ernest Chausson (1855-1899) widmete ihm sein Poème für Violine und Orchester. Auch weitere Musiker widmeten ihm bedeutende Werke; so Claude Debussy die Quartette und Quintette, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar (1857-1934), Gabriel Fauré und zahlreiche belgische Komponisten. Auf Reisen nach Wien und Bordeaux erregte er immer wieder Aufsehen mit Chaussons Poème.

1894 rief er die renomierten Brüsseler Ysaÿe-Konzerte ins Leben, welche er leitete; ebenso das Ysaÿe-Streichquartett mit Matthieu Crickboom als 2. Geiger. Im gleichen Jahr machte er sein vielbeachtetes Debut in den Vereinigten Staaten. Eine Professur am Brüsseler Konservatorium hatte er von 1886-1898 inne.

Er spielte lange Zeit auf einer Stradivarius- und einer Guadagnini-Violine, zuletzt musizierte er auf einer Guarneri.

Er war musikalischer Berater der belgischen Königin Elisabeth, die einen nach ihm benannten Violinwettstreit initiierte. Nach dem Tode der Königin 1965 wurde der Wettbewerb in "Concours international Reine Elisabeth" umbenannt.

Werke

  1. Sonate: Joseph Szigeti
  2. Sonate: Jacques Thibaud
  3. Sonate: George Enescu
  4. Sonate: Fritz Kreisler
  5. Sonate: Mathieu Crickboom (sein Lieblingsschüler)
  6. Sonate: Manuel Quiroga

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Personendaten
Ysaÿe, Eugène
belgischer Violinist und Komponist
16. Juli 1858
Lüttich (Liège)
12. Mai 1931
Brüssel

See also: Eugène Ysaye, 12. Mai, 16. Juli, 1855, 1858, 1873, 1879, 1880, 1881