Eukalyptusöl

Dieser Artikel basiert auf einem Text aus Mercks Warenlexikon


Eukalyptusöl (lat. Oleum eucalypti, frz. Essence d'eucalypte, engl. Eucalyptus oil), das ätherische Öl einiger Eukalyptusarten, namentlich von Eucalyptus globulus, wird durch Dampfdestillation gewonnen und durch nachherige Rektifikation über Kalk oder Natronlauge von hustenreizenden Beimengungen befreit. Es bildet eine dünne, farblose, blaßgrünliche oder blaßgelbe Flüssigkeit von aromatischem, schwach an Kampfer erinnerndem Geruch, geringer Rechtsdrehung und einem spezifischen Gewicht von 0,910 - 0,930.

Reines E. besteht zu 60 - 80 % aus dem früher Eukalyptol genannten Cineol, und enthält daneben noch geringe Mengen Rechts-Pinen sowie möglicherweise etwas Kamphen und Fenchen. In dem Rohöl finden sich die zum Husten reizenden Aldehyde der Buttersäure, Kapronsäure und Baldriansäure. Eine andere Sorte von Eucalyptus amygdalina unterscheidet sich von der vorstehenden durch ihre Linksdrehung, die auf einem Gehalt an Phellandren beruht. Eukalyptusöl wird technisch als Lösungsmittel für Harze zur Herstellung von Lacken empfohlen und bildet das Ausgangsmaterial zur Darstellung des Eukalyptols, welches in der Medizin zum Einatmen gegen Influenza und äußerlich zu Salben und Einreibungen benutzt wird.

See also: Eukalyptusöl, Aldehyde, Buttersäure, Cineol, Dampfdestillation, Eukalyptol, Eukalyptus, Flüssigkeit, Harz, Influenza