Europahymne

Die Europahymne ist die Hymne der Europäischen Union und des Europarates. Die Melodie stammt aus dem letzten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (1823). 1972 nahm der Europarat die Melodie von Beethovens Ode an die Freude als eigene Hymne an. 1985 wurde sie von den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft als offizielle Hymne der EG angenommen. Sie soll die Nationalhymnen der Mitgliedstaaten nicht ersetzen, sondern versinnbildlicht die Werte, die sie alle teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt.

Um keine europäische Sprache zu bevorzugen, ist die offizielle Europahymne nicht die deutsche Fassung ("Freude, schöner Götterfunken..."), sondern die Instrumentalversion der Ode an die Freude. Basierend auf der Idee, dass das Römische Vielvölkerreich vor 2000 Jahren mit einer einzigen Sprache auskam - Latein - verfasste der Österreicher Peter Roland einen singbaren Text in lateinischer Sprache ("Est Europa nunc unita..."). Dieser lautet übersetzt: "Europa ist nun vereint, und vereint möge es bleiben. Seine Einheit in der Vielfalt möge zum Frieden der Welt beitragen. Immer sollen in Europa Glaube und Gerechtigkeit herrschen, und die Freiheit seiner Völker in einem größeren Vaterland. Bürger, Europa möge blühen; eine große Aufgabe ruft euch. Goldene Sterne am Himmel sind die Symbole, die uns verbinden sollen." Der letzte Satz spielt dabei auf die Europaflagge mit zwölf goldenen Sternen auf azurblauem Grund an.

Daneben existieren viele weitere Textvorschläge in unterschiedlichen Sprachen.

Siehe auch: Liste der Nationalhymnen, Europa.

Weblinks

See also: Europahymne, 1823, 1972, 1985, 9. Sinfonie (Beethoven), Europa, Europaflagge, Europarat, Europäische Gemeinschaft, Europäische Union