Ex-Gay-Bewegung
Mit dem Ausdruck Ex-Gay-Bewegung (engl. ex-gay movement oder exodus movement) wird eine Anzahl von Gruppierungen (vor allem in den Vereinigten Staaten) zusammengafasst, die propagieren, dass Homosexuelle heterosexuell werden können ("leave homosexuality behind") mittels Beratungsgesprächen, Gebet und sog. "reparativen Therapien". Die Bewegung wird vornehmlich von christlichen Fundamentalisten getragen und besteht auch in Deutschland (z.B. die Gruppe Wüstenstrom).
Die Positionen der Ex-Gay-Bewegung sind sehr umstritten, da sie Homosexualität als eigenständige Form der Sexualität entwerten. Die Ablehung der Homosexualität wird einerseits mit psychologisch-psychiatrischen Argumentationen als berechtigt zu belegen versucht, andererseits wird mit der Berufung auf Textpassagen der Bibel argumentiert, in denen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen (im Alten Testament) bzw. gleichgeschlechtlichtes Begehren (bei Paulus) als Abweichung von der gottgewollten Lebensführung verstanden wird.
Eine satirische Rezeption der Bewegung ist der Film "But I'm A Cheerleader" von Jamie Babbit (USA 1999).
Kategorie:Homosexualität
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