Export (Bier)
Dieser Artikel beschreibt eine Biersorte. Andere gleichlautende Begriffe werden unter Export aufgeführt.
thumb|Exportbier Export (auch Exportbier) ist in Deutschland ein untergäriges Bier mit einer Stammwürze von 12-13 % und einem Alkoholgehalt von ca. 5 %, eher etwas darüber. Es kann hell oder dunkel sein.
Im Vergleich zu obergärigen Bieren ist "Export" durch die untergärige Brauweise länger haltbar. Damit war es möglich das Bier (zunächst über die Stadtgrenze hinaus) zu exportieren. Im Unterschied zu dem für den heimischen Markt bestimmten Bieren, wurde die für den Export gedachten stärker gebraut, um sie dann am Bestimmungsort auf Trinkstärke zu strecken. (Daher auch der Name.) Dies sollte Transportkosten sparen, da Wasser vor Ort ja vorhanden war. Der mit diesem stärkeren Einbrauen verbundene kräftigere Geschmack und auch der erhöhte Akoholgehalt machten diese Biere bald auch auf den heimischen Märkten populär. Seit den 1970er Jahren ist der Umsatz der Exportbiere in den meisten deutschen Bundesländern aber zugunsten des stärker gehopften Pils rückläufig. Eine größere Bedeutung hat es noch im Ausland.
Export gibt es in Dortmunder, Münchener und Wiener Brauart.
In anderen Ländern kann die Bezeichnung "Export" auch für andere Biersorten verwendet werden, etwa für Starkbiere oder sogar für obergärige Ales.
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Dortmunder Export
Dortmunder Export (auch bekannt als Dortmunder Helles oder Dortmunder Bier) wurde 1843 erstmals von Heinrich Wenker und seinem Vater in der Krone am Markt gebraut. Heinrich Wenker hatte während seiner Ausbildung zum Brauer in München und Wien die bayerische Brauweise mit untergäriger Hefe kennengelernt und setzte sie als Erster in Dortmund ein (die bis dahin gebrauten, obergärigen Biere ähnelten eher dem heutigen Altbier). Gemeinsam mit dem Aufkommen der Massenfertigung und der künstlichen Kühlungen im Rahmen der Industrialisierung und der wiederum durch diese erhöhten Nachfrage bildete diese Brauart die Grundlage für das Entstehen von Großbrauereien und damit auch zu Dortmunds Aufstieg als Europas größter Bierproduzent.
Export verlor sein positives Image seit den 1970er Jahren, als die Industriearbeiter es zu sehr mit dem Industriestandort verbanden, während Pils für sie Urlaub in der Natur bedeutete. Vor allem die sauerländischen Pilsbrauereien verkauften von nun an ihr Bier sehr gut in Dortmund, was für die einheimische Bierindustrie eine große Konkurrenz darstellte. Aber es wird nach wie vor gebraut und ist unter den norddeutschen Exportbieren immer noch häufig.
Dortmunder Export schmeckt bitterer als die Münchener Variante oder Helles und weniger bitter als Pils, da stärker gehopft als ersteres, und weniger stark als letzteres. Es ist dunkler und malziger als Pils.
Dortmunder oder kurz Dort ist heute noch eine Bezeichnung für Biere in den Niederlanden, die teils wirklich nach Dortmunder Art gebraut sind, teils aber auch stärker sind, und eigentlich den Namen zu unrecht tragen.
Münchener Export
Hier sollte ein Artikel über das Münchener Export ähnlich dem Abschnitt über die Dortmunder Variante stehen.
Münchener Export ist von den drei Varianten die am stärksten Malzbetonte.
Wiener Export
Hier sollte ein Artikel über das Wiener Export ähnlich dem Abschnitt über die Dortmunder Variante stehen.
Wiener Export ist von den drei Varianten die Mildeste.
Weblinks
- Route Industriekultur über Dortmunder Bier
- Selbstdarstellung der Kronen Privatbrauerei über die Anfänge des Dortmunder Exports
