Fachschule
Fachschulen dienen der beruflichen Weiterbildung.
Die Fachschule in Deutschland
In Deutschland erfordert die Zulassung zur Fachschule eine berufliche Erstausbildung und Berufserfahrungen. Die Bildungsgänge der Fachschule werden in Vollzeitform (Dauer: 2 Jahre) oder Teilzeitform (Dauer: 3 bis 4 Jahre) durchgeführt und führen zu einem staatlichen Abschluss nach Landesrecht. Nicht zu den Fachschulen gehören die Berufsfachschulen, für die andere Zugangsvoraussetzungen gelten und die auch andere Abschlüsse vergeben.
Fachschulen gibt es für die Fachbereiche
- Agrarwirtschaft
Abschluss:- Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin
- Gestaltung
Abschluss:- Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin
- Technik
Abschluss:- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin
- Wirtschaft
Abschluss:- Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin
in der Fachrichtung Hauswirtschaft: - Staatlich geprüfter hauswirtschaftlicher Betriebsleiter/Staatlich geprüfte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin
- Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin
- Sozialwesen
Abschlüsse:- Staatlich anerkannter Erzieher/Staatlich anerkannte Erzieherin
- Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger/Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin
- Staatlich anerkannter Heilpädagoge/Staatlich anerkannte Heilpädagogin
Für die Errichtung und den Betrieb öffentlicher Fachschulen und Fachschulen in freier Trägerschaft gelten die Bestimmungen der Länder. Die Bildungsgänge an der Fachschule sind einer Rahmenvereinbarung der KMK (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland) geregelt [1].
In Deutschland unterstehen die Fachschulen dem im jeweiligen Bundesland zuständigen Kultusministerium. So kommt es, dass die Besucher unterschiedliche Bezeichnungen haben (z.B. Schüler in Baden-Württemberg und Studierende in Hessen).
Hessen verfügt über eine eigene Interessenvertretung, die Landesstudierendenvertretung Hessen [2].
Die Fachschule in Österreich
Die Fachschulen sind ein Bestandteil der Berufsbildenden Höheren Schulen. Besuchsberechtigt sind alle, die mindestens einen Pflichtschulabschluss nachweisen können.
Die Ausbildung ist gleichzusetzen einer Ausbildung mit einer Lehre. Während in den höheren Abteilungen der BHS mehr Wert auf theoretische Ausbildung gelegt wird, wird in der Fachschule das Hauptaugenmerk auf die praktische Ausbildung gelegt. Sie dauert vier Jahre.
Der Abschluss einer Fachschule ermöglicht unter gewissen Umständen auch den Besuch eines Kollegs oder auch einer Fachhochschule. Dabei sind aber Übertrittsprüfungen abzulegen.
Siehe auch: Schultypen in Österreich
