Fair Isle
Fair Isle (vom altnordischen frioar-øy) ist eine Insel, die von der Verwaltung her zu den Shetlandinseln gehört, obwohl sie näher an North Ronaldsay liegt, das Teil der Orkneyinseln ist.
Sie liegt etwa 90 km südlich von Lerwick (Shetland) und 95 km nordwestlich von Kirkwall (Orkney) entfernt. Fähr- und Flugverbindungen sind recht selten.
Die Insel ist ca. 9 x 4 km groß bei einer Fläche von 9km². Sie erreicht eine Höhe von bis zu 217 Metern im Norden.
Abgesehen von zwei Anlegestellen für Fähren ist die felsige Küste zum Teil steil abfallend und besitzt zahlreiche gefährliche Kliffs und Untiefen, so dass zur Sicherung der Schifffahrt im Norden und im Süden der Insel Leuchttürme errichtet wurden.
Fair Isle ist seit der Bronzezeit besiedelt gewesen, wovon noch einige Reste vorchristlicher Bebauung zeugen. Es hat ein Vogel-Observatorium wegen seiner Bedeutung als Beobachtungsstation für Zugvögel. Viele seltene Arten sind auf der Insel gesehen worden und es ist vielleicht der beste Platz in Westeuropa, um sibirische Sperlingsvögel wie Stelzen, Schwirle oder Streifenschwirle zu sehen.
Die Insel wurde 1954 vom National Trust for Scotland gekauft.
Heute leben auf der Insel noch 69 Einwohner. Haupterwerbszweige sind die Fischerei, die Landwirtschaft und sogar noch die Herstellung von Strickpullovern. Daneben stehen einige Gästebetten zur Verfügung.
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Koordinate: 59° 32′ n. Br., 1° 37′ w. L.
