Fairport Convention
Fairport Convention, eine britische Folk Rock-Band, wurde im Juni 1967 gegründet. Die Anfangsmitglieder waren Ashley Hutchings (Gesang, Bass), Richard Thompson, Simon Nicol (Gesang, Gitarre) und Shaun Frater (Schlagzeug). Letzterer verließ die Band bald wieder, stattdessen kam Martin Lamble (Schlagzeug) und zusätzlich Judy Dyble (Gesang/Harp) und Ian Matthews.
Ende 1967 wurden sie von Joe Boyd unter Vertrag genommen, bald darauf erschien die erste Single If I Had A Ribbon Bow. Anfang 1968 spielte Fairport Convention im Vorprogramm von Procol Harum und ein halbes Jahr später erschien das Debüt-Album Fairport Convention. Dyble verließ die Band kurze Zeit später, sie wurde durch Sandy Denny (Gesang) ersetzt.
Januar 1969 bekamen sie bei Island Records einen Vertrag und veröffentlichten What We Did On Our Holidays und Unhalfbricking mit ihrem einzigen Hit von Bob Dylan. Matthews, dem die Folk-Musik nicht passte, stieg daraufhin aus. Am 14. Mai 1969 kam Lamble bei einem Autounfall ums Leben.
1970 wurde die Besetzung geändert: Ans Schlagzeug kam Dave Mattacks, Dave Swarbrick spielte Fiedel und Mandoline. Die beiden waren dann auf der LP Liege & Lief zu hören. Das Album bot eine Mischung aus Rock und Folk. Trotz des Erfolges der Platte verließen Denny und Hutchings die Band. Stattdessen kam Dave Pegg (Gesang, Gitarre, Bass), mit dem das Album Full House veröffentlicht wurde.
Im Januar 1971 verließ Thompson die Band. Das bald darauf erschienene Babbacombe Lee gilt als eines der besten Konzeptalben der Rock-Geschichte. Bei einigen folgenden Shows wirkten auch Thompson und Denny wieder mit. Auf Rosie (1973) waren unter anderem Sandy Denny, Richard Thompson, Linda Peters, Trevor Lucas und Jerry Donahue von Fotheringay und Ralph McTell zu hören.
Auf Nine (1973), das von der Kritik gut aufgenommen wurde, waren noch Mattacks, Pegg, Swarbrick, Donahue und Lucas übriggeblieben. Für Rising For The Moon und Fairport Live Convention gesellte sich kurzzeitig Sandy Denny wieder zur Band.
1976 erschien Gottle O’Gear, ein Album, das von der Kritik nicht gut aufgenommen wurde. Auf dem Album spielten Swarbrick, Pegg, der zurückgekehrte Nicol und Bruce Rowland (Schlagzeug). Bald darauf wechselten sie zu Vertigo, wo sie Bonny Bunch Of Roses veröffentlichten. Auf Tipplers Tales (1978) versuchten sie die Folkwege zu verlassen, was ihnen laut den Kritikern kläglich misslang. 1979 trennte sich Fairport Convention.
1980/81 kam es zu verschiedenen Reunion-Konzerten, unter anderem mit Richard Thompson und Judy Dyble. 1985 kam es zu einer festen Reunion von Mattacks, Nicol, Pegg, Rick Sanders (Geige) und Martin Allcock (Bass, Gitarre, Mandoline, Querflöte, Keyboard). 1987 wurde 20-jähriges Jubiläum gefeiert, wo auch Ian Matthews kurz wieder mitspielte. Im gleichen Jahr wurden die Alben Heyday: The BBC Radio Sessions und In Real Time veröffentlicht, auf denen sie abermals traditionelle Folkelemente hören ließen. Mit Red & Gold von 1988 kam Fairport Convention sogar wieder in die britischen Alben-Charts.
1989 kamen Bert Jansch und Jacqui McShee zur Band dazu. The Five Seasons (1990) gilt als das beste Werk aus der neueren Zeit dank seiner eingängigen Melodien. Das 97er Album Who Knows Where The Time Goes? widmete Fairport Convention der 1978 verstorbenen Sandy Denny, die 1985 ein gleichnamiges Album veröffentlicht hatte.
