Fällungsreaktion

Fällungsreaktionen nennt man chemische Reaktionen, bei denen die Edukte im Lösungsmittel gelöst vorliegen und mindestens ein Produkt in diesem Lösungsmittel un- oder schwerlöslich ist. Das schwerlösliche Produkt fällt aus, die Ausfällung wird allgemein Niederschlag genannt. In Reaktionsgleichungen wird das Ausfallen einen Stoffes mit einem ↓ oder einem (s) für solid hinter der Summenformel des Stoffs gekennzeichnet.

Beispielreaktion

Die Fällung von Silberionen als Silberchlorid:

Ag+ + Cl- → AgCl ↓

Typische Anwendungen

Durch das Reaktion von Halogenid-Ionen mit Silbernitrat, bilden sich schwerlösliche Salze, die sich auf dem Boden des Reagenzglases aufsetzen. Nach diesem Niederschlag erkennt man, dass sich in einem Flüssigkeit Halogenid-Ionen befinden.
Durch das Verwenden von spezifischen Fällungsreaktionen ist es möglich, einzelne Bestandteile einer Lösung zu identifizieren. Klassisches Beispiel ist der Trennungsgang, wo Fällungsreaktionen sowohl zur Ionenidentifikation als auch zum Ausfällen von störenden Ionen verwendet werden.
In der Gravimetrie sind Fällungsreaktionen Grundlage vieler Gehaltsbestimmungen und auch Teile der Volumetrie (speziell die Argentometrie) arbeiten mit Fällungen.
In der Abwasserreinigung ist die Fällung die übliche Methode, um die Phosphatkonzentration zu senken. Dazu wird Eisenchlorid hinzugefügt.

Siehe auch: Hydratisierung, Löslichkeitsprodukt, Löslichkeit, Simultanfällung

See also: Fällungsreaktion, Argentometrie, Edukte, Eisenchlorid, Gravimetrie (Chemie), Hydratisierung, Löslichkeit, Löslichkeitsprodukt, Phosphat, Produkt (Chemie)