Falschfahrer
Als Falschfahrer - umgangssprachlich auch Geisterfahrer - bezeichnet man jene Benutzer einer Autobahn oder einer anderen Straße mit geteilten Richtungsfahrbahnen, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren.
Bei Geisterfahrten wird der Vertrauensgrundsatz durchbrochen. Dadurch sind sie eine massive Gefahr auf der Autobahn. Sie rufen immer wieder schwerste Verkehrsunfälle hervor, da die Geschwindigkeiten der beiden entgegenkommenden Fahrzeuge addiert werden.
Zum Falschfahrer können Autofahrer aus verschiedensten Gründen werden:
- durch Alkohol am Steuer
- durch eine unübersichtliche Beschilderung und Fahrbahnführung in Baustellen
- durch schlechte oder unübersichtliche Beschilderung von Auf- und Abfahrten
- durch Unachtsamkeit (die jedoch bei widrigen Wetterumständen durchaus verständlich sein kann)
- durch Wenden oder Umdrehen auf der Autobahn, weil sie irrtümlich falsch aufgefahren sind oder aber eine Abfahrt verpasst haben
- als Suizidabsicht
- als Mutprobe
Durch die verschiedenen Gründe ist es besonders schwierig, Geisterfahrten zu verhindern. Es wird laufend versucht, sie durch eine bessere Beschilderung und Überwachung zu reduzieren. Mit Verkehrsdurchsagen im Radio versucht man die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen und zu schützen.
Es gibt auch Versuche mit technischen Einrichtungen, z.B. so genannten Krallen, ein Auffahren in die Gegenrichtung durch Beschädigen der Autoreifen zu verhindern. Dagegen gibt es aber starke Widersprüche durch Feuerwehr und Rettungsdienste, die dann einen Einsatzort oft schwerer erreichen können, auch wenn die Autobahn gesperrt ist. Auch ist die Wirkung bei Eis oder Schnee nicht immer die gewünschte.
Siehe auch: Themenliste Straßenverkehr Kategorie:Straßenverkehr
