Falz
Der Falz ist eine bei Holz- und Blechverbindungen und auch bei Verschlüssen vorkommende Vertiefung oder Falte des einen Teils, in die ein Rand oder Vorsprung des anderen Teils eingreift.
Der Falz kommt vor
- bei der Verbindung von Brettern zu Schalungen und Fußböden auf Nut (Falz) und Feder (Spund)
- beim Schwarteneinschub der Fehlboden
- beim Anschlag der Fenster-, Tür- und Ladenflügel an die jeweiligen Futter
- als Kittfalz zur Befestigung und Dichtung von Glasscheiben mit Fenster- oder Glaserkitt
- bei der Herstellung von Kupfer-, Zink-, Blei- und Eisenblechdachungen an Stelle des Nietens und Lötens
Der Falz wird meist mit Hilfe eines besonderen Werkzeugs, dem Falz- oder Nuthobel und auf einer Falz- oder Hobelbank hergestellt.
Je nach der besonderen Ausprägung des Falzes spricht man vom einfachen oder doppelten Falz, vom stehenden oder liegenden Falz sowie auch vom Deckfalz.
Bei jedem Falz hängt die Haltbarkeit ab von der Pressung, mit der die Falznaht geschlossen wurde. Eine schwache Pressung gestattet bei geschlossener Falznaht noch die Verschiebung der zusammengefügten Verbindung, die trotzdem einen wasserdichten Abschluß bildet.
