Fassanstich
Unter einem Fassanstich versteht man das Einschlagen eines Zapfhahns in ein meist mit Bier gefülltes Holzfass mit Hilfe eines Hammers. Ein Fassanstich ist bei Fässern ohne eingebauten Zapfhahn grundsätzlich nötig, um an den Inhalt zu gelangen. Bei modernen Fässern aus Kunststoff oder Aluminium ist, da sich hier nur schlecht ein Hahn einschlagen läßt, stets ein Zapfhahn vorhanden. Die hohe Kunst des Fassanstichs besteht darin, diese Aktion so durchzuführen, daß wenig Bier spritzt.
Kulturelle Bedeutung
Ein Fassanstich ist die am meisten verbreitete Zeremonie zur Eröffnung eines Volksfestes. Hierbei schlägt ein hoher Bediensteter der Stadt (meist der Bürgermeister) den Zapfhahn in das Fass ein. Da dieser dies im Regelfall nur zur Eröffnung des Volksfestes macht, spritzt es hierbei in hohem Maße, was diesen Akt zu einem durchaus erlebenswerten Schauspiel macht, über das sogar bei sehr großen Volksfesten wie dem Münchner Oktoberfest und dem Cannstatter Wasen sogar in den Fernsehnachrichten berichtet wird. Im Fall des Oktoberfestes wird dann laut gerufen:"O'zapf ist's".
Auch im Hobbybereich, zum Beispiel auf Grillfesten sorgt ein Fassanstich durch eine ungeübte Person häufig für lustige Szenen. Allerdings ist ein Fassanstich nicht immer ungefährlich. 1985 explodierte einmal während eines Fassanstichs auf einer privaten Feier das Bierfass und der Zapfhahn wurde durch die Wucht der Explosion auf dem Kopf des Zapfers geschleudert, der dadurch so schwere Verletzungen erlitt, daß er dadurch verstarb. Kategorie:VolksfestKategorie:Bier
