Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt oder ein Abort (lateinisch abortus) ist das verfrühte Ende einer Schwangerschaft durch spontanen oder bewusst verursachten Verlust des weniger als 500 g wiegenden Fetus, ohne dass extrauterine Lebensfähigkeit gegeben ist, also vor Ablauf der etwa 22. bis 24. Schwangerschaftswoche. Sie unterliegt, anders als die Totgeburt, nicht der standesamtlichen Meldepflicht.

Inhaltsverzeichnis

Formen

Es lassen sich verschiedene Formen differenzieren:

Ursachen

Ursachen können sein:

Therapie

Die medizinische Therapie (für die Mutter) ist die Kürettage, d.h. die Ausschabung, insbesondere verbliebener Plazentareste. In fortgeschritteneren Schwangerschaftsstadien (ab der ca. 16. Woche) muss das Kind in der Regel auf dem üblichen Weg geboren werden.

Aufgrund der psychisch in aller Regel sehr anspannten Situation hilft es vielen Frauen bei der Bewältigung einer Fehlgeburt, sich therapeutische Unterstützung und/oder Unterstützung durch den Kontakt mit anderen betroffenen Frauen zu holen (Selbsthilfegruppe).

Erleidet eine Frau ungewollt mehrere Fehlgeburten, kann eine humangenetische Beratung hilfreich sein, um die Ursache herauszufinden bzw. die möglichen Ursachen einzugrenzen. Hier solte es sowohl um die Untersuchung der Eltern, als auch (wenn möglich) um die Untersuchung des toten Kindes gehen.

Hilfe für Eltern nach dem frühen Verlust eines Kindes

sonstige Weblinks

Literatur


Siehe auch Frühgeburt, Übertragung (Geburt), Mangelgeburt, Lebendgeburt, Totgeburt, Sarggeburt, Säuglingssterblichkeit, Risikogeburt, Schwangerschaftsabbruch, Pränataldiagnostik


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See also: Fehlgeburt, Abort, Amnion, Arzneimittel, Bauchfell, Blasensprung, Blutgruppe, Chorion, Chromosom