Ferdinand Graf von Zeppelin

Ferdinand Graf von Zeppelin (* 8. Juli 1838 in Konstanz; † 8. März 1917 in Berlin), war ein deutscher General und Luftschiffkonstrukteur.

thumb|Zeppelin im Profil thumb|Ferdinand Graf von Zeppelin, deutscher Luftschiffer

Graf Zeppelin war General und hieß mit vollem Namen Ferdinand Adolf Heinrich August von Zeppelin. Er war der Sohn des würtembergischen Ministers Friedrich von Zeppelin und von Amélie Macaire, deren Vater Friedrich das Schloss Girsberg in Emmishofen (Schweiz) schenkte, wo Ferdinand zusammen mit seinen Geschwistern Eugenia und Eberhard aufwuchs und das er bis zu seinem Tod auch bewohnte.

Zeppelin besuchte die Kriegsschule Ludwigsburg und wurde 1858 Leutnant. 1859 wurde er zum Ingenieurkorps einberufen und nahm seit 1863 am amerikanischen Bürgerkrieg als Beobachter teil, ebenso als Generalstabsoffizier am Deutschen Krieg 1866 und am Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871. 1882 bis 1885 war Zeppelin Kommandeur des Ulanenregiments in Ulm, anschließend Gesandter Württembergs in Berlin. 1891 nahm er als Generalleutnant seinen Abschied, wurde 1906 zum General der Kavallerie befördert.

Seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich Zeppelin mit dem Problem des lenkbaren Ballons. 1899 begann er mit dem Bau des ersten lenkbaren Starrluftschiffs, das er 1900 zu drei Aufstiegen über dem Bodensee nutzte. Die immer besseren Resultate führten zu einer spontanen Begeisterung in der Bevölkerung, was entscheidend dazu beitrug, dass der Graf die Technik der Luftschiffe und ihres Betriebes weiterentwickeln konnte.

Ferdinand Zeppelin kaufte die Entwürfe vom österreichisch-ungarischen Erfinder David Schwarz ab und baute nach ihnen das Luftschiff, welches seinen Namen erhielt.

Schon die Realisierung des zweiten "Zeppelins" war nur möglich durch Spenden und die Einnahmen einer Art Geldlotterie. Endgültig finanziell gesichert wurde die weitere Entwicklung der Luftschiffe erst, als 1908 der Zeppelin LZ 4 bei Echterdingen verunglückte, was eine Welle der Hilfsbereitschaft auslöste. Eine Spendenaktion erbrachte über 6 Mio. Mark, und Graf von Zeppelin konnte davon die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und eine Zeppelin-Stiftung gründen. [[Bild:Stuttgart-Marktplatz Zeppelin 75. Geb 5-Juli-1913.jpg|thumb|left|250px|5. Juli 1913: Marktplatz in Stuttgart anlässlich des 75. Geb. Graf von Zeppelins]] 1908 kaufte die Militärverwaltung das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 und stellte es als Z I in Dienst. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt: bis 1914 beförderte die Deutsche Luftschiffahrts AG (DELAG) auf mehr als 1500 Fahrten insgesamt fast 35.000 Personen unfallfrei. Die größte Anzahl von Zeppelinen wurde während des Ersten Weltkriegs gebaut. Anfangs waren die Luftschiffe als Bomber und Aufklärer unersetzlich, doch im Laufe des Krieges ging die Technik-Entwicklung über sie hinweg, und die Flugzeuge übernahmen die Rolle der Luftwaffe.

Graf von Zeppelin starb 1917, also noch vor Ende des Krieges. Das vorläufige Aus für seine Luftschiffe aufgrund des Versailler Vertrags erlebte er ebensowenig wie die zweite Blüte, die sie unter seinem Nachfolger Hugo Eckener erfuhren. Erst zwanzig Jahre später leitete das Unglück von LZ129 „Hindenburg“, die am 6. Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst in Flammen aufging und der heraufziehende Zweite Weltkrieg das endgültige Ende der riesigen Starrluftschiffe ein.

Ferdinand Graf von Zeppelin ist Ehrenbürger der Städte München und Stuttgart (1908).

Siehe auch

Weblinks

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Personendaten
Zeppelin, Ferdinand Graf von
deutscher General und Luftschiffkonstrukteur
8. Juli 1838
Konstanz
8. März 1917
Berlin


See also: Ferdinand Graf von Zeppelin, 1838, 1858, 1859, 1863, 1866, 1870