Fernbedienung
thumb|152px|Fernbedienung eines DVD-Recorders
Als Fernbedienung bezeichnet man üblicherweise ein elektronisches Handgerät, mit dem sich über kurze bis mittlere Entfernungen (ca. 5 bis 20 m) Geräte oder Maschinen bedienen lassen.
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Typisierung
Geräte mit höherer Reichweite werden meist als Fernsteuerung bezeichnet, Geräte mit nur wenigen Funktionen nennen sich Handsender.
Übertragungstechnik
Ursprünglich wurden die Signale ausschließlich über ein Kabel geleitet; heute sind Fernbedienungen in der Regel drahtlos.
Als Übertragungsverfahren wird Funk verwendet, hierzu ist manchmal eine Genehmigung der nationalen Fernmeldebehörden nötig. Problemloser sind induktive Übertragung, Übertragung mittels Ultraschall oder mittels Infrarot.
Die induktive Übertragung (Sendefrequenzen um 10 kHz) eignet sich nur für Einkanalfernbedienungen, zum Beispiel zum Öffnen von Garagentoren. Die Ultraschallfernbedienung ist heute aus Kostengründen auch kaum noch verbreitet. Auch sind Ultraschallfernbedienungen – wie induktive Fernbedienungen – sehr anfällig gegen Störsignale aus der Umgebung.
Heute arbeiten fast alle Fernbedienungen mit Infrarotlicht (meist 950 nm), welches mit IR-Leuchtdioden, die mit Frequenzen im Bereich 20...70 kHz moduliert werden, ausgestrahlt wird.
Als Empfangselemente bei IR-Fernbedienungen dienen Fotodioden oder Fototransistoren.
Eine neuere Entwicklung stellt die Fernsteuerung über Bluetooth dar: Per Mobiltelefon lassen sich so z.B. Computer fernsteuern.
Anwendungen
Fernbedienungen werden für Haushaltsgeräte und vor allem im Bereich der Unterhaltungselektronik verwendet. Im Verkehrswesen finden sie Einsatz, um aus der Ferne Garagentore zu bedienen; das Ver- und Entriegeln von Automobilen ist seit den 1990er Jahren üblich.
