Festlandkeltische Sprachen
Als festlandkeltische Sprachen werden sämtliche Sprachen bezeichnet, die dem keltischen Zweig der indogermanischen Sprachen zugeordnet werden und ursprünglich auf dem eurasiatischen Festland gesprochen wurden. Alle festlandkeltischen Sprachen sind ausgestorben.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit gab es vor der und um die Zeitenwende auf dem europäischen Kontinent eine ganze Anzahl keltischer Sprachen und Dialekte. Von diesen hypothetischen Sprachen sind jedoch die wenigsten belegt. Lediglich vier festlandkeltische Sprachen, deren Namen allesamt Kunstprodukte der Neuzeit sind, sind in mehr oder weniger umfangreichen Fragmenten überliefert:
- Gallisch in Frankreich
- Galatisch in der westlichen Türkei
- Lepontisch in Oberitalien
- Keltiberisch auf der iberischen Halbinsel
Das Bretonische ist keine festlandkeltische Sprache, da es ca. im 4. Jahrhundert durch Emigranten aus Südbritannien nach Nordfrankreich gebracht wurde.
