Feuerwaffe

Feuerwaffen sind Schusswaffen, bei denen ein Projektil durch die Verbrennung von Pulver oder anderen Sprengstoffen angetrieben wird. In der Jägersprache stehen Feuerwaffen den sog. kalten Waffen (Messern usw.) gegenüber.

Einteilung der Feuerwaffen

1. Geschütze
Sie werden von mehreren Personen bedient und ihre Fortbewegung ist mit einer bedeutenden Anstrengung verbunden. Sie bilden die Hauptwaffe der Artillerie.

2. Handfeuerwaffen
4 Sie werden von einem einzelnen Menschen gehandhabt und können relativ leicht transportiert werden. Sie bilden die Hauptwaffe der Infanterie.

Feuerwaffen kommen in Europa kurz nach der Einführung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert zum Einsatz. Zunächst wurden mit ihnen feste Plätze verteidigt oder auch angegriffen, da ihr Transport als Feldgeschütz zunächst sehr schwerfällig war. Bald aber wurden die Waffen leichter und führten zu einer völlig neuen Art der Kampfführung. War vor der Einführung der Feuerwaffen der persönliche Kampf Mann gegen Mann entscheidend, so bildete die Fernwirkung der neuen Waffen neue Kampftaktiken heraus: die Geviert-Aufstellung der Infanterie verschwand vollständig und wurde durch eine weniger tief gestaffelte Aufstellung ersetzt bis zur höchsten damals denkbaren Feuerwirkung bei der Taktik Friedrichs des Großen, der Lineartaktik.

Die Artillerie stellte die Geschütze für eine größere Massenwirkung auf.

Die Waffentechnik verbesserte sich ebenfalls. Das glatte Rohr wurde durch das gezogene Rohr verdrängt, das bessere Treffgenauigkeit ermöglichte. Der Vorderlader wurde durch den Hinterlader ersetzt, was zu einer höheren Schussfrequenz führte.

Die moderne Zeit setzte mehr und mehr auf die Automatisierung, zunächst bei den Maschinengewehren.

Ein bei Feuerwaffen zu beobachtendes Phänomen ist das sogenannte Mündungsfeuer.


Kategorie:Handfeuerwaffe

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