Feuerwehr in der Schweiz
Die Feuerwehr in der Schweiz ist ein Unikum, da vor allem in den ländlichen Gemeinden erwachsene Männer und Frauen Feuerwehrpflicht leisten müssen. Je nach Gemeinde kann diese Pflicht auch auf Männer beschränkt sein. Wer für den Feuerwehrdienst nicht benötigt wird, keinen solchen Dienst leisten will oder aus medizinischen Gründen untauglich ist, muss eine Ersatzabgabe bezahlen (rund 1 % des steuerbaren Einkommens). Deshalb gibt es in der Schweiz auch keine Freiwillige Feuerwehren, weil auf "Rekruten" zurückgegriffen werden kann. Alle diese Feuerwehrleute arbeiten aber sonst wie solche der Freiwilligen Feuerwehr.
Eine Feuerwehr zu organisieren ist in erster Linie die Aufgabe der Gemeinde. Allerdings werden in diesen Jahren die Ortsfeuerwehren vielfach aufgelöst. Das Ziel sind kostensparende, aber trotzdem besser ausgerüstete Stützpunktfeuerwehren, die aber in den einzelnen Dörfern ortskundige Feuerwehrleute besitzen. Die Feuerwehren werden zu rund 60% durch die staatlichen, kantonalen Gebäudeversicherungen finanziert, die ihrerseits von den Gebäudebesitzern Prämien verlangt, welche durch die Bauweise eingestuft werden. Die restlichen Kosten werden von den Gemeinden und durch Strafgebühren (etwa bei Fehlalarmen) gedeckt.
Grosse Städte verfügen über Berufsfeuerwehren, die besser ausgebildet sind und auch Spezialequipen zum Beispiel für Chemieunfälle besitzen. Ein Vorteil des dichten Eisenbahnnetzes ist der mögliche Einsatz von Löschzügen der Bahn, falls Brände neben Bahnstrecken geschehen.[1]
