Feuerzangenbowle
Hinweis: Es handelt sich hierbei um ein Rezept für das Getränk "Feuerzangenbowle", den Artikel zur gleichnamigen Novelle von Heinrich Spoerl, die auch verfilmt wurde, findet sich unter "Die Feuerzangenbowle".
Die Feuerzangenbowle ist eine sehr bekannte Variante des Punsch. Der Name leitet sich von der Feuerzange her, welche oben auf einen Kupferkessel aufgesetzt wird. thumb|275px|right|Feuerzangenbowle kurz nach dem Übergießen des Zuckerhutes mit weiterem Rum Benötigtes Zubehör:
- Kupferkessel
- Feuerzange
- Schöpfkelle
Rezept:
- 1 Flasche Rotwein
- 1 Zuckerhut (250g)
- 1/4 Liter Rum (Pott, brennbar, 54 % und drüber)
- 1 bis 2 Zimtstangen
- 1 Zitrone, unbehandelt (in Scheiben geschnitten)
- 5 Orangen, frisch gepresst
- 3 Gewürznelken
Zubereitung:
Die Zitronen und Orangen in Scheiben schneiden und in den Topf geben. Dann den Wein hinzugeben und mit den Zimtstangen und Nelken würzen. Nun Topf mit Inhalt erhitzen aber nicht zum Kochen bringen.
Auf den Topf die Feuerzange aufsetzen und den Zuckerhut darauflegen. Sobald der Inhalt heiß ist, kann damit begonnen werden ein Teil des Rums in die Schöpfkelle zu geben. Danach wird 2/3 des Rums, der sich in der Schöpfkelle befindet, gleichmäßig über den Zuckerhut gegossen. Hierauf wird der restliche Inhalt entzündet und ebenfalls über den Zuckerhut gegossen. Wichtig ist nicht zu viel Rum auf einmal zu verwenden, da sonst die Gefahr größerer Flammen gegeben ist.
Vereinfachte Zubereitung und Fertiggetränke
Mittlerweile gibt es zur Weihnachtszeit Feuerzangenbowle - ähnlich wie Glühwein - in Flaschen abgefüllt zu kaufen. Der Genießer wird feststellen, daß sich die Aura um dieses besondere Getränk nicht einstellen kann, da der Akt der Zubereitung fehlt und es sich genauso(wenig) um eine echte FZ-Bowle handelt, wie bei Lambrusco um einen Wein.
Wer der umfangreichen Zutatenbeschaffung und -bereitung nicht frönen mag, kann das Ganze vereinfachen, wobei es sich keinesfalls um eine wirkliche FZ-Bowle handelt, sondern vielmehr um ein geschmacklich ähnliches Produkt; zumindest ist aber das visuelle Erlebnis vorhanden. Man nehme:
- 2 Liter Glühwein - 1 Zuckerhut - 54% Rum
Der Zuckerhut wird in bekannter Form mit Rum übergossen und entzündet, der dampfend (nicht kochend!) vorgewärmte Glühwein findet sich in einem Topf, über den die Feuerzange gelegt ist.
Nachgießen von Rum ist erforderlich, bis der Großteil des Zuckers verbrannt/gelöst ist. Danach ist ein Umrühren der Bowle angesagt.
Durch den hohen Zuckergehalt steigt das Getränk sehr schnell zu Kopf.
Für Parties ist diese Zubereitungsform tauglich, wenngleich nicht zünftig.
