Fischer-Tropsch-Synthese

Die Fischer-Tropsch-Synthese oder das Fischer-Tropsch-Verfahren ist ein von Franz Fischer und Hans Tropsch 1926 entwickeltes großtechnisches Verfahren zur Umwandlung von Synthesegas (CO/H2) in flüssige Kohlenwasserstoffe.

Es ist eine Aufbaureaktion von CO/H2-Gemischen an Eisen- oder Cobalt-Katalysatoren zu Paraffinen, Olefinen und Alkoholen. Die Reaktion läuft jedoch nur unter hohem Druck und bei einer Temperatur von 200-350°C ab und verläuft nach folgender allgemeinen Formel: nCO + (2n +1) H2 ----> CnH(2n+2) + nH2O

Das Verfahren ist für die großtechnischen Produktion von Benzin und Ölen von Bedeutung. Geschichtlich war die Synthese besonders während des zweiten Weltkriegs für Deutschland von enormer Bedeutung, da so der Bedarf an flüssigen Kraftstoffen aus einheimischer Kohle gedeckt werden konnte. Momentan ist Südafrika das einzige Land, das einen Grossteil seines Treibstoffbedarfs duch die Fischer-Tropsch-Reaktion deckt.

Technisch wird die Reaktion in Rohrbündelreaktoren mit Katalysatorfestbett oder Flugstaubreaktoren mit fluidisiertem Katalysator durchgeführt. Letztere Variante wurde von der Firma Kellog in den USA entwickelt.

See also: Fischer-Tropsch-Synthese, 1926, Alkohole, Benzin, Cobalt, Deutschland, Eisen, Franz Fischer, Kohlenwasserstoffe, Olefin