Flächensanierung

Flächensanierung bezeichnet ein historisches stadtplanerisches Konzept, welches, ausgehend von der "Charta von Athen" von 1933, Stadtsanierung durch großflächen Abriß von Altbausubstanz und anschließende Neubebauung nach dem Leitbild der "autogerechten Stadt" zum Gegenstand hatte.

Flächensanierung wurde in den 1960er und 1970er Jahren praktiziert, mußte danach aber wegen ihrer zerstörerischen Wirkungen aufgegeben werden. Dabei können die Gründe für das Scheitern durchaus unterschiedlich sein:

In einigen Städten wird versucht, diesen Tendenzen durch Quartiersmanagement entgegenzuwirken. Dabei wird vor allem versucht, die sozialen Bindungen in dem Stadtteil zu fördern und unter Mitwirkung der Anwohner eine Verbesserung in kleinen Schritten umzusetzen.

In Berlin-Kreuzberg kam es -nicht zuletzt wegen der Flächensanierungsplanungen des Senats- in den 1970er und 1980er Jahren zu Hausbesetzungen. Die Besetzer prangerten die Mißstände im Quartier und die Maßnahme Flächensanierung als solche an und erregten damit in ganz Deutschland die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Somit war die Flächensanierung politisch immer schwerer durchzusetzen.

Sanierung von Stadtbrachen

thumb|Reichstagsgebäude und Paul-Löbe-Haus thumb|Sanierungsgebiet Minato Mirai 21 in Yokohama Eine Sonderform der Flächensanierung ist die Sanierung von Stadtbrachen, die auch heute noch durchgeführt wird. Stadtbrachen entstehen z.B. durch die Abwanderung von Industriebetrieben aus der Innenstadt. Während heute vielfach versucht wird, Gebäude zu erhalten und umzunutzen, ist das natürlich nicht in jedem Fall und in vollem Umfang möglich oder sinnvoll, vor allem wenn gleichzeitig auch noch Altlasten vorhanden sind, die ebenfalls einer Sanierung bedürfen.

Beispiele für die Sanierung von Stadtbrachen finden sich im In- und Ausland:


Kategorie:Raumplanung Kategorie:Städtebau

See also: Flächensanierung, 1933, 1960er, 1970, 1970er, 1980, Altlast, Berlin, Berlin-Kreuzberg, Berliner Mauer