Fläming

thumb|250px|left|Holländer-Windmühle und Streuobstwiese bei Haseloff östlich Niemegk im Fläming

Inhaltsverzeichnis

Topographische, geologische Beschreibung und Klima

Der Fläming ist ein Höhenzug und gleichzeitig Großlandschaft in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt, der sich über 100 km östlich der Elbe bis zur Dahme hinzieht. Naturräumlich gliedert er sich wie folgt angegeben:

Der westliche Teil wird Hoher Fläming genannt (Mittelpunktkoordinaten: 52°00' N 12°40' O), der im Einzelnen aus dem Burg-Ziesarer Vorfläming, der Westlichen Fläming-Hochfläche, dem Zerbster Land mit den Leitzkauer Höhen, dem Zentralen Fläming besteht.

Der Roßlau-Wittenberger Vorfläming im Süden und der Belziger Vorfläming im Norden können mit unterschiedlichen Flächenanteilen (je nach Auffassung) sowohl Hohem als auch Niederem Fläming zugeordnet werden.

Letztlich der südöstliche Teil als Niederer Fläming bezeichnet (Mittelpunktkoordinaten: 51°55' N 13°20' O), gliedert sich wie folgt: Nördliches Fläming-Waldhügelland, Östliche Fläming-Hochfläche und Südliches Fläming-Hügelland.

Der Fläming ist als Höhenrücken Teil einer, Südlicher Landrücken genannten Endmoränen-Staffel, die insbesondere im Warthe-Stadium des Saale-Glazials geformt wurde (siehe auch Harburger Berge, Lüneburger Heide, Colbitz-Letzlinger Heide, Drawehn).

Die Grenze zwischen Hohem und Niederem Fläming ist landschaftlich schwer zu bestimmen, sie erstreckt sich in etwa von Nord nach Süd zwischen den Städten Treuenbrietzen und Jüterbog. Nach anderer Auffassung ist die Trennlinie an der Wasserscheide von Plane und Nieplitz östlich Niemegk und westlich Treuenbrietzen zu suchen.

Die wissenschaftlich ebenfalls umstrittene Namengebung bezieht sich entweder auf die flämischen Siedler, die bei ihrem Eintreffen im 12. Jahrhundert als Vlämlinge bezeichnet wurden. Oder aber wurden die neuen Siedlungen bzw. die neuen Siedlungen flämischen Ursprungs als Vlämlinge bezeichnet. Einige Orte können ihre Namenvorbilder in Flandern gehabt haben (Wittenberg - Witteberg, Niemegk - Nijmegen, Brück - Brügge, Euper - Ypern). Der Name Fläming für diese Landschaft ist erst seit etwa 1830 in Gebrauch. Die frühere Bezeichnung ist Sächsischer Grenzwall.

Im Norden wird die Landschaft des Fläming durch das Baruther Urstromtal begrenzt. Südlich geht der Fläming unmerklich in die Sanderterrassen, die sich parallel zur Elbe erstrecken, über. Östliche Begrenzung sind der Lausitzer Grenzwall und die Dahme auf der Höhe von Golßen. Die westliche Begrenzung ist unscharf, aber etwa am Abbruch der Endmöränenstaffel zur Elbe hin bei Hohensaaten zu suchen. Die Städte Ziesar, Belzig, Niemegk, Treuenbrietzen, Jüterbog, Petkus, Baruth/Mark, Dahme/Mark, Lutherstadt Wittenberg, Loburg und Zerbst sowie die bekannten Gemeinden Wiesenburg/Mark und Rabenstein liegen im oder am Rande des Flämings.

Die höchste Erhebung des Hohen Flämings und damit des gesamten Norddeutschen Tieflandes (allerdings nicht des Landes Brandenburg) ist nach neuesten Messungen mit 200 m über NN der Hagelberg. Jahrzehntelang galt amtlich eine Höhe, die aufgerundet 201 m betrug. Die höchste Erhebung des Niederen Flämings ist der Golmberg östlich von Jüterbog und nördlich von Petkus mit 178 m über NN.

Der Fläming ist eine der 13 Reiseregionen im Land Brandenburg. Zwei der elf brandenburgischen Naturparks und ein sachsen-anhaltischer Naturpark liegen im beziehungsweise in der Nähe des Fläming: Naturpark Hoher Fläming und Naturpark Nuthe-Nieplitz.

thumb|240px|Kloster Zinna

Wirtschaft, Bevölkerung und Kultur

Hauptsehenswürdigkeiten

Feldsteinkirchen

Weblinks

Siehe auch

ähnliche Begriffe

Koordinate: 52°00'00 N 12°45'00 O

See also: Fläming, 12. Jahrhundert, 1830, Baruth/Mark, Belzig, Bergholz, Borne, Brandenburg