Flatrate

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Als Flatrate (engl. Pauschaltarif) bezeichnet man im Deutschen Pauschaltarife für Internet-Zugang und andere Telekommunikationsleistungen. Diese Tarifform stammt ursprünglich aus den USA, wo Ortsgespräche in der Regel kostenlos bzw. in der Grundgebühr für einen Telefonanschluss enthalten sind. In Europa werden zwar auch Angebote als Flatrate beworben, die in Bezug auf die Zeitdauer oder das Datenvolumen eingeschränkt sind, eine "echte" Flatrate zeichnet sich jedoch durch ein absolut unbeschränktes Nutzungsrecht aus, unabhängig vom übertragenen Datenvolumen oder des Zeitraums der Onlineverbindungen.

Flatrates sind sehr beliebt bei Dauersurfern und Nutzern von Tauschbörsen, die nicht dauernd auf ihre Onlinekosten achten wollen oder denen mit einer zeit- oder trafficbasierten Abrechnung sonst höhere Kosten entstünden.

Die Deutsche Telekom bzw. die Tochtergesellschaft T-Online hat heutzutage keine Flatrates mehr für die Internetnutzung per Analogmodem bzw. per ISDN im Angebot. Der Grund dafür ist, dass die Telekom an einer minutenbasierten Abrechnung viel besser verdient als an einer Pauschalgebühr. Somit beschränken sich die Flatrate-Angebote in Deutschland fast ausschließlich auf die DSL-Internetnutzung oder auf alternative lokale Anbieter wie bspw. Versatel und Tropolys.

Eine Sonderform der Flatrate ist die Telefonflatrate (engl. voice flat rate), bei welcher zu einer monatlichen Pauschale zeitlich unbegrenzt telefoniert werden kann. Gab es bei der Deutschen Telekom früher in Form der alten XXL-Tarife nur Teilflatrates für das Telefonieren am Wochenende, führte das zweitgrößte Telekommunikationsunternehmen Deutschlands, Arcor, ab dem 1. November 2004 die erste Vollflatrate für das Festnetz ein und hat damit einen verschärften Wettbewerb in diesem Bereich eröffnet. Inzwischen bieten viele Anbieter Telefonflatrates - teilweise aber nur als Voice over IP -an. Siehe [1] oder [2].

Die Preise für Flatrates sind in Deutschland standortabhängig, allerdings nicht immer in Bezug auf dünnbesiedeltes Land oder Ballungszentren. Zum Beispiel hat die Telekom Anfang der 1990er Jahre großflächig DSL-fähige Leitungen entfernt und gibt in Mehrfamilienhäusern auch im Jahr 2004 keine einzelnen ISDN-Kanäle an Wettbewerber ab, so dass Wohnungsinhaber in der Wahl des Telefonanbieters noch eine Weile stark eingeschränkt sind.

Siehe auch

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