Flatted fifth
Die Flatted Fifth ist eine in den vierziger Jahren aufgekommene Bezeichnung für das Intervall der abwärtsspringenden, verminderten Quinte, welche das charakteristische Kennzeichen des Bebop darstellte. Es wird angenommen, dass dieses Intervall zur Namensgebung des Bebop beitrug, da man meist automatisch diese zwei Silben beim Singen der verminderten Quinte wählt.
Da in Improvisationen über Akkorde mit unmodifizierter Quinte teilweise die flatted fifth gleichberechtigtes Tonmaterial darstellt (besonders bei der Interpretation von Septimakkorden) spricht man im melodischen Kontext heutzutage lieber von der #11, d.h. der erhöhten Undezime. Natürlich existieren auch Akkorde, in denen die Verwendung der erniedrigten Quinte unbedingt angezeigt ist, weil in der entsprechenden Skala, bzw. Tonleiter gar keine reine Quinte vorkommt.
