Floh-Seligenthal

Wappen Karte
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Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Fläche: 45,41 km²
Einwohner: 5.401 (1. Januar 2005)
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Höhe: 340-480 m ü. NN
Postleitzahl: 98593
Vorwahl: 03683
Geografische Lage: 50° 45' n. Br.
10° 29' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: SM
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 023
Gliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 4
98593 Floh-Seligenthal
Offizielle Website: www.floh-seligenthal.de
E-Mail-Adresse: info@floh-seligenthal.de
Politik
Bürgermeister: Peter Fräbel (FDP)
Gemeinderat: FDP 11 Sitze
CDU 5 Sitze
PDS 2 Sitze
SPD 2 Sitze
nächste Bürgermeisterwahl: 2006
nächste Gemeinderatswahl: 2009
Verschuldungsstand: ca. 577.000 € (2004)
Pro-Kopf-Verschuldung: ca. 108,00 € (2004)

Floh-Seligenthal ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen und seit dem Jahr 2000 "Staatlich anerkannter Erholungsort".

Zur Gemeinde zählen die Ortsteile Hohleborn, Seligenthal, Floh, Schnellbach und Struth-Helmershof. Kleinere Siedlungen innerhalb der Ortsteile sind der Nesselhof (zu Schnellbach) und Atzerode (zu Seligenthal).

thumb|300px|Der Ortsteil Seligenthal

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Floh-Seligenthal liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes direkt am Rennsteig. Die absolute Höhe der Ortslagen schwankt zwischen 340 m ü. NN und 480 m ü. NN. Die zum Rennsteig hin gelegenen Berge haben Höhen von über 800 m ü. NN und sind über ein umfangreiches Wanderwegenetz gut erreichbar. Auf etwa 780 m ü. NN ist der weit über die Region hinaus bekannte Bergsee Ebertswiese gelegen.

Sprache

Floh-Seligenthal liegt direkt am Rennsteig und damit an einer markanten Sprachgrenze. Auf der südwestlichen Seite des Rennsteigs spricht man in der Region um Floh-Seligenthal Hennebergisch, einen ostfränkischen Dialekt. Schon in den nur wenige Kilometer jenseits des Rennsteig gelegenen Orten Friedrichroda und Tambach-Dietharz herrscht mit der zentralthüringischen Sprache ein vollkommen fremder Dialekt vor.

Wappen der Gemeinde Floh-Seligenthal - Blasonierung

Das Gemeindewappen ist halbgespalten und geteilt und zeigt oben vorn in Silber eine grüne Fichte, beseitet von je einer kleineren grünen Fichte; das linke obere Feld ist neunmal von Rot und Silber geteilt und mit einem blauen schräglinken Wellenbalken belegt; das untere Feld zeigt in Silber einen gemauerten roten Brückenbogen über gekreuzten schwarzen Hammer und Schlägel.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Ortsteile zwischen 1320 und 1350.

Seligenthal und Atzerode

Die erste schriftliche Erwähnung Seligenthals stammt vom 16. Oktober 1320. Die Urkunde ist ein Kaufbrief, in der ein gewisser Wolfram Schrimpf dem Grafen Berthold von Henneberg mehrere Güter überlässt, darunter auch "Selgenthal".

Bergknappensiedlungen gab es offenbar aber schon lange Zeit vorher. Bereits im Jahr 874 berichtet Gräfin Gunhild von Bergbautätigkeiten am Stahlberg, einem Berg an dessen Fuß Atzerode liegt. Die Bedeutung des Bergbaus für die Entwicklung der gesamten Region war groß. Mit der Entstehung mehrerer Eisenschmelzöfen, Zain- und Drahthämmer wurde die Eisen- und Stahlwarenproduktion über Jahrhunderte zur Lebensgrundlage der Einwohner. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurde in der Grube "Stahlberg" in Atzerode qualitiativ hochwertiges Eisenerz gefördert.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Seligenthal im Jahr 1636 überfallen, geplündert und bis auf 3 Häuser niedergebrannt.

Zwischen 1687 und 1698 entstand in Seligenthal eine Barockkirche, die mit zahlreichen Gemälden an Decke und Emporen geschmückt ist.

Floh

Struth-Helmershof

Struth und Helmershof waren ursprünglich zwei getrennte Landgemeinden, bis sie 1936 vereinigt wurden.

Schnellbach und der Nesselhof

Hohleborn

Entwicklung in der Gegenwart

Durch den freiwilligen Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden entstand Floh-Seligenthal zwischen den Jahren 1992 und 1996.

Zum 1. Januar 2005 strebt Floh-Seligenthal die einvernehmliche Eingemeindung des Nachbarortes Kleinschmalkalden an.

Wirtschaft

In Floh-Seligenthal gibt es derzeit drei ausgewiesene Gewerbegebiete mit einer Fläche von insgesamt etwa 16 ha. Zu den wichtigsten Branchen zählen vor allem die Metallver- und -bearbeitung, die Holzverarbeitung, die Kunststoffverarbeitung, die Lebensmittel- und Süßwarenindustrie sowie das Bauhaupt und -nebengewerke. Die vielen ortsansässigen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetriebe sind die Grundlage der relativ niedrigen Arbeitslosenquote, die in der Regel im Bundesdurchschnitt oder etwas darunter liegt.

Öffentliche Einrichtungen

Kinderkrippe

Eine kommunale Kinderkrippe gibt es im Ortsteil Seligenthal.

Kindergarten

Innerhalb der Gemeinde gibt es drei Kindergärten, davon zwei kommunale Kindergärten (Ortsteile Seligenthal und Schnellbach) sowie eine private Kindertagesstätte (Ortsteil Schnellbach).

Schulen

Der Ortsteil Floh beheimatet eine Staatliche Grundschule sowie eine Staatliche Regelschule, die von den Schülern aus Floh-Seligenthal und Kleinschmalkalden besucht wird.

Sportanlagen

In den Ortsteilen Floh, Seligenthal und Struth-Helmershof wurden in den vergangenen Jahren die Rasenportplätze modernisiert und jeweils mit Flutlichtanlagen ausgestattet. Daneben gibt es für den Trainingsbetrieb einen Hartplatz in Struth-Helmershof.

Modernisiert wurde von 1995 bis 1996 auch das Bergschwimmbad Struth-Helmershof, das nun über ein Edelstahlbecken, eine Rutsche sowie eine Solarheizung verfügt.

Partnerschaften

Floh-Seligenthal unterhält Partnerschaften mit Chateauneuf-En-Thymerais (Frankreich) und Körle (Hessen).

Bekannte Persönlichkeiten

Weblinks


See also: Floh-Seligenthal, Amtlicher Gemeindeschlüssel, Bauerbach (Thüringen), Bevölkerungsdichte, Bibra (bei Meiningen), Blasonierung, Breitungen/Werra, Brotterode