Floris V.
Floris V. (* 1254; † 1296) war der bedeutendste der Grafen von Holland im Mittelalter.
Nach dem Tod seines Vaters Wilhelm II. (1256) stand er zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels Floris, danach bis 1263 seiner Tante Aleidis von Avesnes und zuletzt auf Drängen des Adels unter jener des Grafen Otto II. von Geldern, bis er im Alter von 12 Jahren für volljährig erklärt wurde.
Im Jahre 1274 beschwichtigte er die streitenden Parteien in seinem Land, indem er seinen Gegnern einige Konzessionen machte. Von 1287 bis zu seinem Tode war er in Kriegen mit Flandern verwickelt. Als er 1296 die Partei der Engländer zugunsten jener der Franzosen verließ, schmiedeten seine ehemaligen Verbündeten einen Komplott gegen ihn, und er wurde u.a. von Gijsbrecht von Amstel umgebracht.
Floris trieb während seines Lebens nicht nur Machtpolitik, sondern förderte auch die Wirtschaft Hollands, u.a. indem er viele Orte das Stadtrecht verlieh. Außerdem kam er auch für die geringeren Leute in Holland auf. Deshalb bekam er von seinen Feinden den Spottnamen "der keerlen god", der Gott der ärmeren Männer. Der niederländische Dramatiker Joost van den Vondel schrieb über das Ende des Grafen Floris das berühmte Trauerspiel "Gijsbrecht van Aemstel". Es ist immer noch Tradition, dass dieses Stück am Neujahrstag in einem Amsterdamer Theater aufgeführt wird.
Kategorie:Graf
Kategorie:Niederländer
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 1254
Kategorie:Gestorben 1296
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Floris V. |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Grafen von Holland im Mittelalter |
| GEBURTSDATUM | 1254 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1296 |
| STERBEORT | |
