Flow
Mit Flow (englisch fließen, rinnen, strömen) wird das lustbetonte Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit bezeichnet. Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi definiert den Flow wie folgt: right|200px
- Wir sind der Aktivität gewachsen.
- Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.
- Die Aktivität hat deutliche Ziele.
- Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.
- Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.
- Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.
- Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert.
- Die Tätigkeit hat ihre Zielsetzung bei sich selbst (sie ist autotelisch)
Nicht alle Bestandteile müssen gemeinsam vorhanden sein.
Der Verhaltensforscher Bernt Spiegel wendet den Begriff Flow u. a. auf spezialisierte Tätigkeiten, wie das Fahren von Fahrzeugen (in seinem Beispiel auf das Fahren von Motorrädern), wobei innerhalb dieser Tätigkeiten dem Flow hinsichtlich der Gefahr des allzu "fahrlässig" werdens größte Aufmerksamkeit gewidmet werden muß.
Viele erfolgreiche Computerspiele vermitteln dem Spieler ein Flow-Erlebnis, indem sie den Spieler vor rasch aufeinanderfolgende Aufgaben eines mittleren Schwierigkeitsgrades stellen, die ihn zwar herausfordern, die er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich lösen kann. Die Herausforderung muss dabei nicht besonders anspruchsvoll sein, wie das Beispiel des Flow-induzierenden Computerspiel-Klassikers Tetris zeigt - zu anspruchsvolle Aufgabenstellungen könnten durch das Herbeiführen eines Misserfolgs sogar das Flow-Erlebnis unterbrechen.
Andere Bedeutungen
In den darstellenden Künsten wie der Musikdarbietung, dem Theater oder einer sonstigen Performance spricht man bei einer gelungenen Darbietung gelegentlich auch von einem "Flow" (quasi eine "flüssige Darbietung"). Im speziellen Bereich des DJing ist auch oft von Flow die Rede, welches hier das gelungene Ineinanderfließen verschiedener Musiktitel (Tracks) versinnbildlicht.
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Literatur
- Csikszentmihalyi, Mihaly (2000): Das flow-Erlebnis. Jenseits von Angst und Langeweile im Tun aufgehen. 8., unv. Aufl. (Übers., Beyond Boredom and Anxiety - The Experience of Play in Work and Games, 1975), Stuttgart: Klett, ISBN 3-608-95338-8.
- Csikszentmihalyi, Mihaly (1995): Flow. Das Geheimnis des Glücks, ISBN 3-6089-5783-9.
- Spiegel, Bernt: "Die obere Hälfte des Motorrades - über den Gebrauch künstlicher Werkzeuge" (Kapitel "Der Flow, Segen oder Fluch") Motorbuch-Verlag.
Siehe auch: Autotelie, Glück (Gefühl), Intrinsische Motivation
