Flugabwehrrakete

thumb|Russische Bodenluftrakete SA-5 Gammon

Die Flugabwehrrakete (kurz FlaRak) ist eine Rakete zur Bekämpfung von Luftzielen vom Erdboden aus.

Für dieses Einsatzszenario ist die Rakete besonders geeignet, da sie bei angepasster Konstruktion über folgende Attribute verfügt:

Inhaltsverzeichnis

Entwicklungsgeschichte

Die ersten Boden-Luft-Raketen wurden während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland entwickelt. Die Entwicklung begann 1941, die ersten Probeflüge fanden im Herbst 1944 statt. Es wurden parallel entwickelt:

Es wurden auch Überlegungen zu einer automatischen Radarverfolgung angestellt. Alle Systeme waren ihrer Zeit weit voraus und kamen zu spät, um noch wirkungsvoll eingesetzt zu werden.

Ein tragbares Luftabwehrraketensystem war ebenfalls schon im Truppenversuch:

In der Entwicklung war angeblich noch eine im Kaliber vergrößerte Sechsrohr-Version, die einfach Fliegerfaust (ohne das Suffix A oder B) heißen sollte. [5]

Nachkriegszeit

Eine wichtige Rolle spielte die SAM-2 im Vietnamkrieg 1964-1975. Sie wurde in Einsatzhöhen von 7.500 bis 16.000 Metern eingesetzt und hatte ein radargelenktes automatisches Lenksystem und stellte erstmals eine Bedrohung für die inzwischen düsengetriebenen Militärflugzeuge dar.

Die FlaRak-Systeme Nike Ajax und Herkules waren für den Einsatz gegen hochfliegende, überschallschnelle, auch multiple Ziele konzipiert. Um diese zu bekämpfen, waren neben den herkömmlichen auch zwei unterschiedlich große Nuklearsprengköpfe vorgesehen. Diese wurden auch bei den Systemen der Deutschen Luftwaffe bereitgehalten (zu letzt als Option für den Boden-Boden-Einsatz). Durch die Radarlenkung war dieses System recht zielgenau.

Aktuelle Situation

Durch ständige Weiter- und Neuentwicklungen gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Boden-Luft Raketen, von der NATO "SAM" (Surface-to-Air Missile) genannt. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Systeme erheblich je nach Einsatzgebiet. Das Spektrum reicht dabei von schultergestützten Systemen, die von einem Mann bedient werden, bis hin zu Raketen bis 100 km Reichweite, die im Verbund mit Zielerfassungs- und Zielfolgeradarsystemen eingestzt werden.

Die Zielerfassung und -verfolgung erfolgt über

mobile Systeme

Stationäre Systeme

Stationäre Systeme sind meist Überbleibsel des Kalten Krieges, sie wurden beziehungsweise werden zum Objektschutz eingesetzt. Diese Systeme haben sehr gute technische Eigenschaften(gegenüber den mobilen Systemen) aber schwer verlegefähig. Diese Systeme werden z.Zt. (2004) durch mobile Systeme ersetzt. Dabei wird neueste Technologie umgesetzt. SA-2, 3, 4, 5, 6, 8 sind technologisch veraltet. Der SA-3 erlebt z.Zt. eine technologische Aufwertung und wird modernisiert.

Zur Infanterie zugeordnet

Zur Selbstverteidigung gegen Luftbedrohungen verfügen Infanterie-Einheiten über schultergefeuerte Boden-Luft-Raketen:


!Flugabwehrrakete

See also: Flugabwehrrakete, Enzian-Rakete, FIM-92 Stinger, Fliegerfaust, Henschel, Infanterie, Infrarotstrahlung, Kalter Krieg, LeFlaSys Ozelot, Luftwaffe (Bundeswehr)