Flusskontrolle
Flusskontrolle betreiben Netzwerke, damit schnelle Sender langsame Empfänger nicht mit Paketen überschwemmen, die diese nicht verarbeiten können. Flusskontrolle ist eine Funktion in einem Netzwerkprotokoll. Sie ist gewöhnlich in einem Protokollstack zwischen zwei Schichten angesiedelt (OSI-Modell), oder aber zwischen zwei gleichberechtigten Schichten (Peer-Entities) auf Empfänger- und Senderseite.
Diese Algorithmen benutzen eine Art von Feedback: der Empfänger signalisiert dem Sender mit einer Quittung, ob der weiter senden soll. Bei TCP kommt dabei ein sliding-window Protokoll zum Einsatz. "Window" bedeutet hier, dass immer ein ganzes "Fenster" mit empfangenen Daten quittiert wird, "sliding" bedeutet, daß die Fenstergröße mittels des Steuerungsdialoges nach oben oder unten geregelt werden kann. Der Empfänger gibt immer mit an, wieviele Bytes er bereit ist zu empfangen. Somit kann eine TCP-Verbindung automatisch und dynamisch die Flusskontrolle regeln.
Andere Verfahren versenden immer nur ein Paket und verschicken mit der Bestätigung eine Sendeberechtigung (stop-and-wait-Protokolle). HDLC verwendet das so genannte Poll/Final-Bit-Verfahren.
