Fluxus
Fluxus ist eine Kunstrichtung der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, die von namhaften Künstlern wie Joseph Beuys, John Cage, George Maciunas, Charlotte Moorman, Nam June Paik oder Wolf Vostell mitgeprägt wurde.
Der Begriff "Fluxus" stammt aus dem Bereich der Medizin und bedeutet so viel wie "fließende Darmentleerung" oder "fließende Organentleerung". Er steht in einem Zusammenhang mit einer Äußerung des Dadaisten Hans Arp, der die dadaistische Antikunst als Produkt sah, die "...unmittelbar den Gedärmen oder anderern Organen des Dichters...entspringt". (vgl. hierzu dadaistische Lautgedichte).
Wohl kaum eine Kunstrichtung nach 1945 hat die moderne Kunst so stark beeinflusst wie Fluxus. Es handelt sich dabei um eine 1962 ins Leben gerufene, eng mit dem Happening verbundene Form der Aktionskunst, die meist durch collageartig komponierte Geschehensabläufe gekennzeichnet war, die auch als "Konzert" bezeichnet wurden, weil akustische, choreographische und musikalische Ausdrucksformen vorherrschten. Ein wichtiger Unterschied zum Happening war die strikte Trennung der Künstler vom Publikum.
Wichtige Veranstaltungen der europäischen Fluxus-Bewegung fanden 1962 in Wuppertal, Wiesbaden, Kopenhagen und Paris und 1963 in Düsseldorf, Amsterdam, Den Haag, London und Nizza statt.
Fluxus Künstler
- Ay-O
- Joseph Beuys
- George Brecht
- John Cage
- Philip Corner
- Robert Filliou
- Henry Flynt
- Ken Friedman
- Al Hansen
- Geoffrey Hendricks
- Dick Higgins
- Ruud Janssen
- Ray Johnson
- Alison Knowles
- Jackson Mac Low
- George Maciunas
- Gustav Metzger
- Larry Miller
- Yoko Ono
- Genesis P-Orridge
- Nam June Paik
- Ben Patterson
- Dieter Roth
- Wim T. Schippers
- Carolee Schneeman
- Litsa Spathi
- Daniel Spoerri
- Yasunao Tone
- Ben Vautier
- Wolf Vostell
- Emmett Williams
- La Monte Young
Siehe auch: Aleatorik, Präpariertes Klavier, Performance (Kunst), Environment
