Formationstanzen

Es gibt drei verschiedene Arten von Tanzformationen im Turniertanz nach dem Welttanzprogramm:

Standard-, Latein- und Zehn-Tänze-Formationen

Ein Formationsteam besteht immer aus maximal acht Paaren, also sechzehn Tänzern.

Inhaltsverzeichnis

Formationen

Standard-Formation
Bei der Standard-Formation werden die Tänze Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep gezeigt. Alle diese Tänze müssen im Hauptteil vorkommen.
Latein-Formation
Bei der Latein-Formation werden im Hauptteil die Tänze Rumba, Cha Cha Cha, Jive, Samba und Paso Doble vorkommen.
Zehn-Tänze-Formationen
Bei dieser Formationsart werden alle 10 Standard- und Lateintänze gezeigt.

Bewertung

Die Wertungsrichter achten auf:

Rhythmik
Alle Tänzer müssen den Rhythmus und den Takt der Musik und des Tanzes halten.
Ausarbeitung der Choreographie
Gewünscht sind gerade Linien und runde Kreisel, harmonische und "gut lesbare" Übergänge zwischen den Bildern.
Tänzerische Leistung
Die Einzel- und Durchschnittsleistungen der Formation. Es müssen also alleauf einem ähnlich hohen Niveau tanzen.
Durchgängigkeit der tänzerischen Bewegung
Die Übergänge zwischen den Tänzen sollen nicht gelaufen werden und die Tänze sollen ab dem ersten Takt erkennbar sein.

Siehe auch [1]

Musik

Die Musik kann vier bis sechs Minuten lang sein. Sie besteht aus Einmarsch, Hauptteil und Ausmarsch, wobei nur der Hauptteil in die Bewertung eingeht. Ein- und Ausmarsch sind nur dazu da, das Publikum auf das (musikalische) Thema einzustimmen.

Faszination Formationstanz

Acht Paare, eine Idee - ein Thema, eine Musik - eine Choreographie, Teamgeist und Trainingsdisziplin - fünf Turniere, super Stimmung, Leistung, Hoffnung - Erfolg oder Tränen.

So könnte man in aller Kürze das Formationstanzen beschreiben. Wer einmal die Faszination des Teamsports Formationstanz mit all seinen Emotionen erlebt hat, den lässt sie so schnell nicht wieder los.

Geboren in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus der Idee der "Pattern Dances", die zunächst in nur einem Tanz und meist mit vier Paaren Bilder auf die Tanzfläche zeichneten, entwickelte sich eine eigenständige Disziplin des Tanzsports, die spätestens mit Einführung der offiziellen Weltmeisterschaften im Jahre 1973 auch in Deutschland unaufhaltsam zu wachsen begann.

Heute tanzen Wettkampfformationen - getrennt nach den Turnierarten in der Standard- und in den Lateinamerikanischen Tänzen - mit acht Paaren und zeigen alle fünf Tänze der jeweiligen Sektion.

Stete Erfolge der Spitzenteams des DTV sorgten in den 90er Jahren für einen Boom, in dessen Folge mittlerweile etwa 170 Mannschaften die Turniere von der Landesliga bis zur 1. Bundesliga in den Standard- und Lateinformationen bestreiten.

Neue Musikideen sowie die ständige Weiterentwicklung der Bild-, und Schrittchoreographien bedeuten eine permanente Herausforderung von Saison zu Saison.

Die Spannung über die neuen Programme wie auch die Frage, welche Mannschaft in diesem Jahr die Nase vorn haben wird, eilt dem ersten Turnier der Saison lange voraus.

Bei Mannschaften, Trainern, Fans und Zuschauern. Bis die Emotionen dann frei werden, nach der Wertung beim ersten Turnier - und dann immer wieder. (Quelle: Markus Sónyi)

Weblinks

See also: Formationstanzen, Cha Cha Cha, DTV, Jive, Langsamer Walzer, Latein, Paso Doble, Quickstep, Rumba, Samba (Tanz)