Forumtheater

Das Forumtheater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten, entwickelt von Augusto Boal, Rio de Janeiro.

Es stellt dem Publikum eine Szene vor, die schlecht und unbefriedigend endet. Ein Joker ermutigt das Publikum, diese Szenen im Dialog zu einem besseren Ende zu bringen.

Im Forumtheater werden vor allem durch zugespitzte Modellszenen Fragen aufgeworfen. Die Modelle werden meist in offenen Workshops aus den generativen Themen der Teilnehmenden entwickelt.

Zuschauer/innen können sich in die dargestellten Szenen einwechseln und die Schauspieler/innen, die Schwache, Diskriminierte oder Benachteiligte spielen, ersetzen. Hier geht es um die Antworten auf Fragen: was würde ich in der dargestellten gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Szenen verändern? Forumtheater als (ästhetisches) Training für zukünftiges Handeln in brisanten Konfliktsituationen.

Mit dem Forumtheater kann jede Problemstellung der Teilnehmenden - von diesen ausgesprochen und ins Bild gebracht - von ihnen selbst durch das Spiel der anderen distanziert - durch das identifizierende Handeln des Publikums verändert werden.

Pädagogischer Hintergrund ist dazu die befreiende Pädagogik oder Pädagogik der Unterdrückten nach Paulo Freire

Literatur

Augusto Boal, Theater der Unterdrückten, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1989, ISBN 3518113615

Weblinks

See also: Forumtheater, Augusto Boal, Befreiende Pädagogik, Joker, Paulo Freire, Rio de Janeiro, Theater der Unterdrückten, Pädagogik der Unterdrückten