Frankfurt-Schwanheim

50px|left Schwanheim
Stadtteil von Frankfurt am Main
Wappen Karte
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Basisdaten
Fläche: 17,727 km²
Einwohner: 20.106
Bevölkerungsdichte: 1.134 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 60528, 60529
Vorwahlen: 069
Gliederung
Ortsbezirk: 6 – West
Stadtbezirke:
  • 531 - Schwanheim
  • 532 - Goldstein-West
  • 533 - Goldstein-Ost
Website

Schwanheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main, im Süd-Westen am linken Main-Ufer gelegen. Er hat etwa 20000 Einwohner.

Geschichte

Im Jahr 880 wird Schwanheim (ursprünglich Sueinheim = Schweinheim) erstmalig in einer Urkunde erwähnt, die die Schenkung der Kirche zu Sueinheim an die Salvatorkapelle in Frankfurt am 17. November 880 bestätigt. Im Mittelalter gehörten die umliegenden Wälder zum Wildbann Dreieich, dieser unterhielt in Schwanheim auch eine seiner 30 Wildhuben. Während des 11. Jahrhunderts werden Dorf und Gericht Schwanheim Eigentum des Klosters St. Jakob von Mainz, die Vogtei besitzen die Herren von Eppstein zu Erblehen. Im 14. Jahrhundert bemüht sich die Stadt Frankfurt in Schwanheim Fuß zu fassen.

Im Jahr 1439 kaufen Frankfurt und sein reicher Bürger Johann von Holzhausen je zur Hälfte die Eppsteinschen Vogteirechte über Schwanheim. Eigentümer von Schwanheim wird wenig später der Erzbischof von Mainz. 60 Jahre danach kauft Mainz die Vogteirechte zurück. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wird der Ort, ebenso wie der Nachbarort Nierderrad zerstört.

Im Reichsdeputationshauptschluss fällt Schwanheim 1803 an das spätere Herzogtum Nassau. Um diese Zeit lebten dort etwa 700 Einwohner. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Schwanheim vom reinen Bauerndorf langsam zu einer Arbeitersiedlung, beeinflusst auch durch die chemische Industrie in Höchst und Griesheim und die immer stärker einsetzende wirtschaftliche Verflechtung mit Frankfurt. Dennoch wird Schwanheim als nassauische Gemeinde nicht an die Hessische Staatsbahn angeschlossen. Im 1866er Krieg wird Schwanheim mit dem nassauischen Territorium und mit Frankfurt preussisch. Die Einwohnerzahl beträgt zu dieser Zeit 1.700.

1928 am 1. April wird Schwanheim mit 5.850 Einwohnern und 1.793 Hektar, davon 667 Hektar Wald, in das Frankfurter Stadtgebiet eingemeindet. Im Frühjahr 1932 wurde mit dem Bau der Siedlung Goldstein begonnen. Der erste Bauabschnitt umfaßte 380 Siedlerstellen. Der erste Spatenstich erfolgte am 1. Februar 1932 im Sauerackerweg 56. Der Name der Siedlung geht auf eine im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Wasserburg zurück, die sich im Besitz des Frankfurter Patriziergeschlechts zum Goldstein befand, aber bereits 1552 zerstört wurde. Außerdem erfolgte die Fertigstellung der Staustufe Griesheim und damit ein weiterer Übergang, wenn auch nur für Fußgänger über den Main. Die am Ende des 2. Weltkriegs gesprengte Brücke wird 1963 wieder erneuert und eingeweiht durch OB Werner Bockelmann am 21. September.

1984 wird im umgebauten Schuppen der ehemaligen Waldbahn in Schwanheim am 8. Mai das Verkehrsmuseum der Stadtwerke eröffnet. Auch wird die »Schwanheimer Düne«, ein 38 Hektar großes Areal das zum Frankfurter Stadtwald gezählt wird, als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 2005 steht die 1125 Jahrfeier des Stadtteils an.

Erwähnenswertes

In Frankfurt-Griesheim, direkt gegenüber von Schwanheim am anderen Mainufer geschieht am 22. Februar 1993, 4.00 Uhr morgens ein folgenschwerer Zwischenfall: Nach einem Unfall entweichen 10 Tonnen Chemikaliengemisch aus dem Werk der Hoechst AG. Die gelbe Wolke, die unter anderem die giftige Substanz Ortho-Nitroanisol enthält, treibt über den Main und geht über den Stadtteilen Schwanheim und Goldstein nieder. Die gelbe Substanz bedeckt Häuser, Autos, Bäume. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, viele Anwohner klagen über Augenbrennen, Unwohlsein, Erbrechen und Hautveränderungen. Es erfolgt eine Langzeituntersuchung, um eventuelle Spätschäden nachweisen zu können.

Gastronomie

Das Gasthaus Frankfurter Hof, besser bekannt als "Seppche" serviert traditionellen hessischen "Ebbelwoi" und "Handkäs mit Musik" im Sommer auch im Biergarten.


Schwanheim

See also: Frankfurt-Schwanheim, 1. April, 1. Februar, 11. Jahrhundert, 13. Jahrhundert, 14. Jahrhundert, 1552